Rust So ging Oliver Pocher in Rulantica baden

Rust - Man musste lange aufbleiben, um den Komiker Oliver Pocher halbnackt zu erleben. Am Donnerstag nach 23 Uhr strahlte RTL seine Sendung »Gefährlich ehrlich« aus. Darin eroberte Pocher das Ruster Rulantica-Spaßbad. Natürlich mit jeder Menge Klamauk. Was wir nun wissen: Pocher hat ein leichtes Bäuchchen, ist dort und weiter oben aber blitzblank rasiert. Nur für den Fall, dass jemand das wissen will. Schwimmen kann er, noch besser ist aber seine Arschbomben-Haltungsnote beim Rutschen.

Neu ist auch, dass es im Rulantica einen gefährlichen »Todes-Parcours« gibt. Den überlebte der Comedian zum Glück, ebenso wie seine zwei deutlich besser aussehenden Gäste. Und wie die vielen  Kinder, die den völlig harmlosen Spaß-Parcours täglich gefahrlos betoben. Die und viele Erwachsene, die beim Dreh als umstehende Statisten dabei waren, blieben von der Pocher-Zappelei bemerkenswert unbeeindruckt, zeigten die TV-Bilder mitten in der Nacht. Aber so oder so: Die nasse Show in Rust, sie  war wieder mal beste Werbung für den Europa-Park und seine neue Wasser-Attraktion.

Wer war dabei: Neben dem TV-Komiker noch  Fernanda Brandão, Castingshow-Jurorin und ehemaliger Pop-Star (»Hot Banditoz«), und Tobias Wegener, vor zwei Jahren Kandidat der Dating-Reality-Show Love Island. Außerdem waren im Hintergrund Badegäste zu sehen, die die Wasserspiele teils amüsiert, teils gelangweilt verfolgten. 

Der zehnminütige Beitrag war am Freitagnachmittag, 14. August, aufgezeichnet worden. RTL hatte mit einem zehnköpfigen Team bei laufendem Betrieb gedreht. Mit 1500 Besuchern war »Rulantica« an dem Tag ausgebucht – mehr Badegäste dürfen wegen der Corona-Auflagen gar nicht rein.

Der spannendste Moment: Kommt gleich zu Beginn, als sich Pocher, Wegener und Brandão ihrer T-Shirts entledigen: Brandão, eine lizensierte Fitnesstrainerin, scheint kein Gramm Körperfett zu besitzen. Wegener (Spitzname »Dr. Love«) zeigt einen muskulösen Männerkörper, wirkt wie frisch gestählt aus der Muckibude. Neben seinem Sixpack fällt Pochers doch recht ansehnliches Bäuchlein umso mehr auf – das war sicher  genauso beabsichtigt. »Ich habe mir eine Wampe angefressen«, spricht der Komiker, der nach einer Corona-Infektion in wochenlanger Quarantäne gewesen war, das Offensichtliche selbst an.

Die besten Sprüche: An Pochers Humor scheiden sich die Geister, auch bei der Fernseh-Comedy im Wasserpark gelingen ihm keine Witze, bei denen man sich vor Lachen kaum mehr auf den Beinen halten  kann.   Nachdem er im Wildwasserkanal mit Wegener gerangelt hat, sagt er etwa: »Dass ich nicht schwanger geworden bin, ist  das Einzige.« Viele TV-Zuschauer dürften sogar eher über Wegener gelächelt haben, der  unverkrampft mit Geschlechterrollen spielt: »Ich habe richtig geschrien wie eine Frau«, bemerkt der kernige Reality-TV-Teilnehmer,  nachdem er die rasante Freifall-Rutsche Vildfål hinter sich gebracht hat.

Worum ging es überhaupt? Verkauft wird das Ganze als »Wasser-Warriors«, ein Wettkampf, bei dem es darauf ankommt, wer fünf Attraktionen am schnellsten oder elegantesten bewältigt. Dabei zeigt  Pocher Körpereinsatz. Nach dem Hindernisparcours Hoppablad hält er seinen roten Bauch in die Kamera, auf den er mehrfach gestürzt ist.

Was bleibt? Familie Mack wird sich über die unbezahlte Werbung im Fernsehen  gefreut haben. Einen  neuen Fan hat Rulantica offenbar auf jeden Fall gewonnen: Pocher, der noch nie im Europa-Park gewesen war, sagte vor seiner Abreise, dass es ihm sehr gut gefallen habe und er wiederkommen werde –­ das hat der Park mitgeteilt.

Tickets begehrt: Karten für »Rulantica« sind zurzeit sehr gefragt – in den nächsten eineinhalb Wochen ist das Bad bereits ausgebucht. Tickets gibt es erst wieder für Mittwoch, 9. September. Auch für sämtliche  vier Sonntage im September sind  alle verfügbaren 1500 Eintrittskarten  vergeben.

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