Rust Unfall: Schrecksekunde im Europa-Park

Da hatte sich die Kette verabschiedet: Ein riesiges Metall-Knäuel türmte sich am Dienstag vor den Fahrgästen auf, die Wodan-Bahn musste evakuiert werden. Foto: Fröhle

Rust - Schockerlebnis am Dienstagmittag in der Holzachterbahn Wodan: Eine Stahlkette, die die Wagen nach oben zieht, reißt. 24 Fahrgäste müssen aussteigen. Verletzt wird niemand. Grund für den Vorfall ist laut Europa-Park Verschleiß.

Wer schon mal Wodan gefahren ist, der kennt das charakteristische Ruckeln, das die Holzachterbahn ausmacht – und von den Machern gewollt ist. Der Europa-Park kategorisiert die Bahn als "herausfordernd wild", mit "höchstem Nervenkitzel". Nicht im Drehbuch der zweieinhalbminütigen Fahrt steht freilich, was sich am Dienstag gegen 12.30 Uhr auf der Achterbahn ereignete.

Als der Zug gerade auf dem Weg nach oben ist, reißt die Antriebskette. Die Bahn stoppt abrupt, vor dem ersten Wagen türmt sich ein Metall-Knäuel auf. Glücklicherweise waren die Wagen, mit 24 Fahrgästen voll besetzt, zu dem Zeitpunkt nicht schnell unterwegs. "Der Zug war an dieser Stelle fast stehend, circa drei Stundenkilometer", erklärte Park-Sprecherin Corina Zanger auf LZ-Nachfrage. "Es wurde niemand verletzt. Die Fahrgäste konnten einfach aussteigen."

Grund für den Kettenriss sei eine "Inhomogenität im Gefüge des Stahls" gewesen, sprich: Verschleiß. Ein solcher Schaden sei nicht ungewöhnlich, sagt Zanger. "Deshalb haben wir auch eine Ersatzkette im Haus." Die Anlage werde täglich gewartet.

An eine Weiterfahrt war am Dienstag aber nicht zu denken: "Aktuell wird die Bahn instand gesetzt. Wir gehen davon aus, dass sie zeitnah wieder in Betrieb genommen wird", teilte der Europa-Park am Nachmittag via Twitter mit. Ziel ist laut Zanger, dass die Bahn im Laufe des Mittwochs wieder unterwegs ist.

Die betroffenen Fahrgäste, denen im Moment des Kettenrisses der Schreck in die Glieder gefahren sein dürfte, hatten Glück, dass sich der Vorfall in Bodennähe ereignete, so gestaltete sich der Ausstieg nicht schwierig. Allerdings wäre die Lage auch in luftigeren Höhen nicht dramatisch geworden, beruhigt Zanger: "Selbst, wenn die Lift-Kette an einer anderen Stelle zu Schaden gekommen wäre, wäre der Zug aufgrund der technischen Sicherheitssysteme zu keiner Zeit zurückgerollt."

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