Rust Ruster Wald bietet viel Lebensraum

43 Hektar Waldbiotopfläche hat der Ruster Gemeindewald laut aktuellen Erhebungen vorzuweisen. Foto: Gemeinde Rust Foto: Lahrer Zeitung

Rust (red/fx). Vertreter des Landratsamts und des Regierungspräsidiums haben gemeinsam mit Revierförster Lothar Bellert dem Ruster Gemeinderat um Bürgermeister Kai-Achim Klare bei einer Waldbegehung erfreuliche Neuigkeiten überbracht. Mehr als zehn Prozent mehr Waldbiotopfläche weise der Gemeindewald im Vergleich zum durchschnittlichen Wert in Baden-Württemberg aus. 43 der 252 Hektar Gesamtfläche des Ruster Gemeindewalds biete seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.

Im Rahmen der aktuellen Forsteinrichtung, einem wichtigen Planungsinstrument in der Forstwirtschaft, wurde eine Waldinventur gemacht, bei der der Zustand des Walds erfasst wurde. Insgesamt 25 Biotope, darunter seltene Waldgesellschaften, Feuchtbiotope und historische Bewirtschaftung, wurden dokumentiert, teilt die Gemeinde mit. Die Kartierung ergab, dass dort viele seltene Tiere vorkommen. Festgestellt wurden Bechstein- und Wemperfledermäuse, das große Maus­ohr, Gelbbauchunken, Hirschkäfer, Mittelspechte und Horstbäume des Schwarzmilans. Dieses Ergebnis sei insbesondere auf die hohe Gewichtung von Naturschutz in der forstwirtschaftlichen Arbeit zurückzuführen. Der ökonomische Nutzen sei dem Ziel einer umweltfreundlichen Forstwirtschaft untergeordnet worden.

In Zukunft soll die Arbeit in dieser Form fortgeführt werden. Auf Grundlage der Waldinventur wurden die einzelnen Aufgaben und Maßnahmen in der neuen Forsteinrichtung für die nächsten zehn Jahre geplant und festgehalten. Ziel ist, die Waldbiotope zu erhalten und weiter zu fördern. Der Gemeinderat hat die Forsteinrichtung einstimmig verabschiedet.

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