Rust Rekordzahl an Traktoren zu sehen

Längst ist das Bulldogtreffen Bestandteil im jährlichen Ferienprogramm der Gemeinde. Am Freitag lockte es abermals mehrere Hundert Gäste aufs alte Schulgelände. Zu bestaunen gab es bei der 14.  Ausstellung 79 Traktoren. So viele wie nie zuvor.

Rust. Da standen sie in Reih und Glied, ob mit deutlichen Gebrauchsspuren oder auf Hochglanz poliert, die meisten schon technische Veteranen: ein Mini-Eicher etwa, Baujahr 1963, damals nur in kleiner Stückzahl von 3680 Fahrzeugen gebaut, ein alter Renault Super, ein nicht minder betagter, luftgekühlter Deutz, ein bulliger Lanz oder dieselnder Porsche, gar ein "Dieselross Favorit" von ehedem Fendt. Nicht nur aus Rust selbst waren die Ackergefährte herangetuckert, auch das "Traktorendorf" Münchweier mit seinen vielen Bulldog- Liebhabern zeigte sich stark vertreten. Als ältestes Fahrzeug entpuppte sich heuer ein handlicher Allgaier von 1950 mit damals satten 22 Pferdestärken. Die meisten PS, nämlich gleich 114, hatte allerdings ein moderner John Deere aufzuweisen.

Da staunten neben Erwachsenen auch viele Kinder mit, studierten alle Details an den betagten Traktoren, durften sie sogar teilweise erklettern – im Stand, versteht sich. Ebenfalls mittlerweile nur selten noch zu sehen: ein alter Eicher mit "Geräteträger"- Kastenvorbau.

Über Technik-Nostalgie hinaus geriet das Bulldogtreffen auch deshalb zum Familienausflugsmagneten, weil weitere Kinderattraktionen lockten. Da wurde direkt hinter der Kirche wieder ein kämpferisches Rennen mit kleinen Plastikgefährten per Fußantrieb mit oder ohne Pedale ausgetragen. Bis in den Abend hinein wurde hier auch ein großer Sandhaufen mit Schaufeln oder Spielzeugbaggern gründlich umgewälzt. Eine kleine Wasserdusche war zur Abkühlung hoch willkommen. Überdies hatte Irene Becker weitere Spiele organisiert. Bei Kindern ebenso gefragt war ein Quiz mit kleinen Preisen rund um die ausgestellten Traktoren, natürlich mit Elternhilfe. Gleich zwei Künstlerinnen sorgten für bemalte glückliche Kindergesichter.

Derweil konnten sich die Erwachsenen unter schattenspendenden Sonnenschirmen verköstigen lassen, neben Würstchen vorzugsweise mit kalten Getränken bei brütender Hitze.

Seit jeher organisiert der CDU-Gemeindeverband Rust das Bulldog-Spektakel im Ferienprogramm mit seinen Helfern. Zwei Freigetränke für Kinder hatte wieder die Gemeinde dazu spendiert, die Verpflegung der angetuckerten Traktoristen ging hingegen auf Kosten der Parteikasse. Draufgelegt werde nicht, aber angesichts familienfreundlicher Preise auch kein nennenswerter Gewinn gemacht. Man wolle nicht dran verdienen, versicherte CDU-Ortsvorsitzender Christian Fix, sondern besonders den Kinder schlichtweg eine Freude bereiten. Das war rundum gelungen, wie sich an den Gesichtern der Kleinen unschwer ablesen ließ.

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