Rust Ortenauer Schüler räumen ab

Landrat Frank Scherer (hinten) und Roland Giebenrath (rechts), Vorsitzender des Kreisverbands Ortenau der Europa-Union, freuen sich mit den Ortenauer Landespreisträgern des Europäischen Wettbewerbs. Foto: Landratsamt

499 Schüler aus dem Kreis sind beim 64. Europäischen Wettbewerb mit Orts-, Landes- und Bundespreisen geehrt worden. "Damit nimmt die Ortenau wieder eine Spitzenposition in Baden-Württemberg ein", freut sich Landrat Frank Scherer.

Ortenau/Rust (red/vk). "Klasse, was ihr in diesem Jahr wieder geleistet habt", würdigte Scherer die Leistungen der Wettbewerbsteilnehmer bei der gemeinsamen Preisverleihung des Ortenaukreises und des Landkreises Emmendingen im Europa-Park in Rust. "Insgesamt 370 Schüler haben einen Ortspreis und 129 einen Landespreis erzielt. 27 wurden außerdem mit einem Bundespreis ausgezeichnet", sagte der Landrat. Mit 3217 eingereichten Arbeiten habe der Ortenaukreis auch einen großen Anteil am diesjährigen Teilnahmerekord.

Neben den Preisträgern aus dem Ortenaukreis und dem Landkreis Emmendingen nahmen bei der Verleihung laut Landratsamt auch Vertreter des Europa-Zentrums Stuttgart, Lehrer und Bürgermeister sowie Mitglieder verschiedener Institutionen und Gremien beider Landkreise teil. Auf Initiative von Scherer bekamen die Gäste erstmals eine Auswahl an Preisträgerarbeiten in digitaler Form auf der Bühne zu sehen. "Das war mir ein großes Anliegen, denn so konnten alle Teilnehmer und Gäste nun auch sehen, welche Leistungen wir bei der Preisverleihung honorieren", so der Landrat.

Der älteste Schülerwettbewerb Deutschlands stand in diesem Jahr unter dem Motto "In Vielfalt geeint – Europa zwischen Tradition und Moderne". Dabei beleuchteten die Schüler die kulturellen Traditionen des Kontinents und begaben sich auf Spurensuche in Europas reichem Kulturschatz, wie die Kreisverwaltung mitteilt.

"Der diesjährige Wettbewerb hat dazu beigetragen, dass sich Kinder und Jugendliche europäischer Schulen mit Fragestellungen auseinandergesetzt haben, wie sich Bräuche, Feste und Tradition im digitalen Zeitalter verändern. Sie konnten feststellen, dass Kultur einem ständigen Wandel unterzogen ist und sich neue kulturelle Einflüsse zu modernen Traditionen entwickeln können", sagte Scherer und erinnerte dabei an Halloween oder Public Viewing.

Der Landrat ermunterte die anwesenden Preisträger, ihre kreativen Ideen zu europäischen Gedanken beizubehalten und ambitioniert weiterzumachen. Er dankte aber auch den Lehrkräften für deren Engagement, ihre Schüler jedes Jahr aufs Neue für die Teilnahme zu begeistern und sie bei den Arbeiten zu begleiten. Sein Dank galt außerdem den beteiligten Institutionen für die Unterstützung des Wettbewerbs – insbesondere der Europa-Union des Ortenaukreises und des Landkreises Emmendingen sowie dem Europa-Park, der die Veranstaltung ausrichtet und die Eintrittskarten zum Besuch des Parks bereitstellt. Für die teilnehmenden Schülern biete das einen zusätzlichen Anreiz.

Die Schulband der Grimmelshausenschule Renchen umrahmte die Veranstaltung im Europa-Park musikalisch. Radiomoderator Markus Knoll führte durch das Programm. Neben den Urkunden erhielten die Landes- und Bundespreisträger Bücher und Gutscheine sowie Geld- und Sachpreise.

INFO

Darum geht's

> Der Europäische Wettbewerb ist laut Kultusministerium eine der traditionsreichsten transnationalen Initiativen zur politischen Bildung in Europa und wird von den Kultusministern der Länder, der Bundesregierung und der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt. Er hilft den Schulen, ihren Bildungsauftrag zur Förderung des Europagedankens zu erfüllen, und wird jährlich unter der Schirmherrschaft des Europarats, des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kulturstiftung für europäische Schüler aller Altersstufen mit gleicher Themenstellung ausgeschrieben.

> Zahlen für die Ortenau: 3217 Teilnehmer (landesweit: 24 929, bundesweit: 85 229); 499 Preisträger (370 Ortspreis- und 129 Landespreisträger, von Letzteren sind 27 auch Bundespreisträger)

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