Rust Niedrigerer Verbrauch in Rulantica: Wasserpreise steigen

Weil der Wasserpark Rulantica und das Hotel Kronasar des Europa-Parks weniger Wasser abnehmen als kalkuliert, steigt der Wasserpreis in der südlichen Ortenau. Foto: Europa-Park

Ringsheim/Rust - Der Wasserpark Rulantica und das zugehörige Hotel Kronasar des Europa-Parks müssen künftig mehr fürs Wasser bezahlen. Das wurde bei der Sitzung des interkommunalen Zweckverbands Tourismus-Dienstleistung-Freizeit (ZVT) von Ringsheim und Rust bekannt.

Geringerer Ertrag

Zum 1. Dezember 2020 erhöht sich der Wasserbezugspreis pro Kubikmeter Trinkwasser (1000 Liter) für den Wasserpark um 25 Cent von bisher 1,35 Euro auf 1,60 Euro. Grund ist eine geringere Abnahme als geplant. Die bisherige Preiskalkulation basierte auf der Annahme, dass der Wasserpark eine Trinkwassermenge von jährlich 150.000 Kubikmeter abnimmt.

Seit Inbetriebnahme des Kronasar-Hotels im Frühjahr und des Wasserparks Rulantica im November 2019 zeichnet sich mit rund 100.000 Kubikmeter ein wesentlich geringerer Jahresverbrauch ab, was eine neue Kalkulation im Wasserversorgungsverband Südliche Ortenau (Ringsheim und Ettenheim) und in der Folge auch für das ZVT-Gebiet nach sich zog. Denn: Die Aufwendungen bleiben dieselben bei geringerem Ertrag.

Da Ringsheim und Ettenheim auch Trinkwasser an den Nachbar-Wasserverband mit Kappel-Grafenhausen und Rust sowie an die Stadt Mahlberg liefern, erhöhte sich auch dort der Preis – pro Kubikmeter um je vier Cent. Der ZVT selbst muss für die Abnahme nämlich 20 Cent mehr pro Kubikmeter entrichten.

Bau eines zweiten Brunnens

Auf Anfrage von Verbandsvertreter Manfred Weber bestätigte Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber, dass beide Wasserversorgungsverbände – Ringsheim/Ettenheim und Kappel-Grafenhausen/Rust – weiter Interesse an einer Fusion haben: "Es wird eine Lösung geben."

Derzeit befasst sich der Verband Kappel-Grafenhausen/Rust mit dem Bau eines zweiten Brunnens, um vom Nachbarverband unabhängig zu werden. Mit dessen Fertigstellung stehen den Gemeinden in der südlichen Ortenau dann insgesamt fünf Brunnen mit einer Fördermenge von rund 2,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser zur Verfügung.

Auch ohne Fusion arbeiten die beiden Verbände längst eng zusammen. "Die Versorgungssicherheit steht an erster Stelle", so der Verbandsvorsitzende Weber. Mit der Ausweisung weiterer Baugebiete werde der Bedarf an Trinkwasser weiterhin hoch bleiben, ergänzte sein Stellvertreter, Rusts Bürgermeister Kai-Achim Klare.

Zu Sitzungsbeginn informierte Weber, dass der Verband im ZVT-Gebiet ein Grundstück mit 1,6 Hektar zum Preis von 22,50 Euro pro Quadratmeter gekauft hat.

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