Rust Nachwuchskicker treffen Fußballprofi Niederlechner

Die Fußball-Stars von morgen: Für die Bambini vom SC Kappel ging beim Treffen mit Fußball-Star Florian Niederlechner beim SC Freiburg ein großer Wunsch in Erfüllung. Foto: Weißer

"Spielst du dich bei ›Fifa‹ manchmal selbst?", fragt Mika Florian Niederlechner. Der SC-Freiburg-Star denkt kurz über eine passende Antwort nach. Das Fußball-Videospiel "Fifa", bei dem jeder in die Rolle eines bekannten Kickers schlüpfen kann, zockt auch er gerne. "Ich habe mich schon selber gespielt, aber nicht so oft. Lieber spiele ich bessere Spieler", verrät der bescheidene 27-Jährige.

Den Stein ins Rollen für diesen Treffen hat der sechsjährige Ben gebracht. Er kickt bei den G-Junioren, den Bambini, beim SC Kappel. Bei der Aktion "Wünsch dir was" hat er mithilfe seiner Eltern bei der "Lahrer Zeitung" das Anliegen eingesandt, die Profis des SC Freiburg zu treffen. Die LZ und Sascha Glunk, der Pressesprecher des Bundesligisten, haben dies möglich gemacht.

Bevor es für die aufgeregten Erst- und Zweitklässler losgeht, müssen sie sich vor dem Schwarzwald-Stadion noch etwas gedulden. Ein kurzer Blick in den Fan-Shop verkürzt ihre Wartezeit. Doch gleich ist es so weit. Glunk holt die zwei Dutzend große Gruppe ab und führt sie in den überschaubaren Presseraum. Die 15 Kinder, die zwischen sechs und sieben Jahre alt sind, werden von Trainern und Eltern begleitet. Vor allem den Trainern und den Väter merkt man zumindest die Vorfreude, wenn nicht sogar ein wenig die Aufregung an.

Nachdem sich alle G-Junioren an die hufeisenförmig aufgebauten Tische gesetzt haben, erklärt Glunk dem Nachwuchs die Funktion des Presseraums. "Wisst ihr, auf welchem Tabellenplatz der SC momentan steht?", bezieht der Sprecher die jungen Kiebitze mit ein. Damon ist besonders gut vorbereitet und nennt den richtigen Rang und die Punkteanzahl. Anschließend dürfen die kleinen Racker auf das Podest stehen. Dort sitzen nach Bundesliga-Partien an der Dreisam die Trainer.

Eine schwierige Frage stellt der Pressesprecher, als er auf den greifvogelartigen Kopf auf dem Emblem zeigt: "Ihr seht hier das Wappen vom SC Freiburg. Kann mir jemand sagen, was darauf abgebildet ist?". "Ein Adler", rufen die Bambini. Damit liegen sie ganz gut. Es handelt sich nämlich um einen Greif.

Kurz darauf betritt Profi Florian Niederlechner mit Krücken den Raum. Die aufgeweckten Kinder werden in diesem Moment ganz still. Mit einer lockeren Frage bricht der 27-Jährige das Eis. Schon nach wenigen Sekunden betont der Fußballer, wie wichtig die Schule sei. Auf ihren zuvor vom Verein erhaltenen Notizblöcken haben sich die Jungs und ein Mädchen ihre Fragen notiert. Von "Wie viele Tore hast du schon geschossen?" über "Wer war als Kind dein Vorbild?" bis "Wie wird man Fußball-Profi?" hatten sich die jungen Kicker einiges überlegt. Der Oberbayer spielte in der Jugend für 1860 München. Sein Herz schlägt immer noch für die "Sechziger" und dessen Stürmer Benjamin Lauth war neben Mario Gomez sein Vorbild. Für die Profi-Karriere müsse man viel trainieren, rät er.

Ben und seine Mitspieler sind total begeistert vom Ausflug. "Es war richtig cool das Stadion zu sehen", sagt ein Kumpel von Ben. Besonders gefällt den Nachwuchskickern, den Profi Niederlechner persönlich kennenzulernen. "Der war richtig nett", bestätigt ein G-Junior fest entschlossen. Auch Glunks Geschichten rund um den SC und seine Stadionführung hinterlassen Eindruck. Die jungen Kicker dürfen auf dem Spielfeld rumtollen und auf der Ersatzbank Platz nehmen. Der Pressesprecher plaudert noch ein wenig aus dem Nähkästchen. Kameraaufnahmen würden zeigen, dass über Nacht ein Fuchs über den heiligen Rasen laufen würde. Hinter der Gegengerade wurde ein Fuchsbau entdeckt, den sich der Störenfried mit einem Dachs teile.

  Der Besuch beim SC Freiburg mit Florian Niederlechner ist Teil unserer großen Weihnachtsaktion. Im Rahmen von "Wünsch dir was" werden wir bis Heiligabend noch drei weitere Wünsche, die uns Kinder oder Gruppen eingesandt haben, erfüllen.

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