Rust Jugend gibt Anlass zu Hoffnungen

Jugendleiterin Elisa Weber organisiert die erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Den Instrumentalisten der Ruster Musikkapelle ist es im vergangenen Jahr nicht langweilig geworden, hatten sie doch zahlreiche Termine zu absolvieren. Eine Stärke des Vereins ist die Jugendarbeit.

Rust. "Verzaubern Sie uns weiter", spornte Bürgermeister Kai-Achim Klare die Musiker bei der Hauptversammlung im Narrenheim an. In kürzester Zeit habe der neue Dirigent Stefan Faulhaber ein hohes musikalisches Niveau weiterentwickelt. In einer Schweigeminute wurde dem verstorbenen Mitglied Harald Schwörer gedacht.

Vorsitzender Andreas Koch blickte mit Schriftführerin Sarah Lang auf ein durchaus erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Immerhin 30 musikalische und gesellschaftliche Termine, darunter ein Kameradschaftstag in der Partnergemeinde Marlenheim, hatten die Aktiven zu bewältigen. Ein großes Pensum, wie Koch lobend hervorhob.

Für die Nachwuchsarbeit steht besonders Jugendleiterin Elisa Weber, zugleich aktive Musikerin und Sängerin, mit weiteren Mitstreitern sowie internen und externen Ausbildern. Die Arbeit beginnt bei den Jüngsten mit der musikalischen Früherziehung (Beate Weber, Christiane Sailer), und dem Blockflötenunterricht (Elisa Weber) mit jeweils zehn Kindern. In der Piccolini- und Brassini-Gruppe (Hans Burg, Beate Weber) gibt es den ersten Kontakt zu Musikinstrumenten.

Durch die Kooperation mit der Schule seit September 2018 in Form einer Bläser-AG intensiviert die Kapelle die Nachwuchsarbeit. Ausbilder Wolfgang Schaudt leitet das Jugendorchester. Ebenfalls ein neues Projekt ist das Jugend-Vororchester. Viel Aufwand, der sich aber auszahlt, wie Weber betonte. Ziel des Gesamtkonzepts ist letztlich die Einbindung in das Hauptorchester. Gute Nachrichten hatte auch Rechner Markus Lang, der über eine ausgeglichene Kasse berichtete.

Die einjährige Probezeit sei um, die Kapelle habe diese bestanden, meinte schmunzelnd Neudirigent Stefan Faulhaber. Der offene Umgang mit Neuem sei ein zentraler Punkt seiner Arbeit. Eine Anpassung von beiden Seiten sei wichtig, in der Kapelle stecke dank einer vielfältigen Jugendarbeit ein hohes Potenzial, das es zu nutzen gelte. Mit den beiden Konzerte –­ Jahres- und Benefizkonzert – sei er sehr zufrieden gewesen, so der Dirigent. Beim Frühjahrskonzert gelte es, an diese guten Leistungen anzuknüpfen.

Neuer Dirigent lobt seine Musiker

Trotz teilweise schlechten Wetters sei das Straßenfest erfolgreich verlaufen, stellte Koch erfreut fest. Er bedaure jedoch den Weggang von zwei guten Musikern im vergangenen Jahr. Sein Dank galt zunächst den Aktiven, aber auch dem Gemeindeoberhaupt und Präsidenten der Kapelle, Kai-Achim Klare, sowie dem Gemeinderat.

Die Musikkapelle sei auf einem sehr guten Weg und mit der erfolgreichen Jugendarbeit für die kommenden Jahre gut aufgestellt, so Klare. Sie sei ein wichtiger, integraler Bestandteil im Ort. Dank und Anerkennung zollte Koch einigen Aktiven für ihr außergewöhnliches Engagement. Sarah Koch fehlte zum Beispiel in keiner Probe. Und Egon Baumann wurde für 25-jährige passive Mitgliedschaft geehrt. Der stellvertretende Vorsitzende ­Joachim Schwö- rer dankte Koch noch für seine engagierte Arbeit.

Der Blick von Andreas Koch richtete sich bereits auf das Jahr 2020, wenn die Wahl des Verwaltungsrats ansteht. Man brauche neue Leute, um handlungsfähig zu bleiben, so der dringende Appell des Vorsitzenden an die Mitglieder, sich die Wahl vorzumerken und bestenfalls auch zu kandidieren.

  • Bewertung
    0