Rust Gesamtkosten liegen bei 8,7 Millionen Euro

So stellen sich die Planer den Neubau am östlichen Ortsrand vor: der Blick von Westen auf die Ruster Sport- und Mehrzweckhalle. Grafik: Erny Architektur

Rust (mut). Der Beschluss zum Bau der neuen Sport- und Mehrzweckhalle sei für Rust richtungsweisend, betonte Bürgermeister Kai-Achim Klare bei der Gemeinderatssitzung am Montag, wo Ines Liebchen vom Projektbegleiter Drees und Sommer aus Stuttgart und Architekt Günter Erny vom gleichnamigen Ruster Büro das Projekt im Entwurfsstadium vorstellten. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 8,7 Millionen Euro. Rund 5,7 Millionen Euro entfallen davon auf den Baukörper. Noch in diesem Jahr wird der Bauantrag gestellt, im kommenden Jahr ist Baubeginn, im Jahr 2019 soll die neue Halle mit dem alten Namen "Rheingießenhalle Rust" in Betrieb gehen.

 

Die Halle sei nicht billig, aber auch nicht teuer, so Liebchen zur Berechnung, der 2146 Euro pro Quadratmeter zugrunde liegen. Mehrkosten im Vergleich zu ähnlichen Objekten seien zum Beispiel durch das Lüftungssystem der Küche, höhere technische Standards der Einrichtungen bei den Wandaufbauten und externen Projekten wie einer PV-Anlage, Notstromversorgung und Anschlüssen an das spätere Kultur- und Bürgerhaus entstanden. Eine hoch pulsierende Marktsituation, die Lage im Ort und die Nachhaltigkeit des Gebäudes seien Gründe für den Mehraufwand. Dennoch seien die Kosten auf verträglichem Niveau, wie der Rat feststellte. Rund 100 000 Euro erwartet die Gemeinde aus KFW-Mitteln.

Erny, selbst Gemeinderat in Rust, erläuterte die technischen Standards der neuen Halle, die nördlich des Ellenwegs gebaut wird. Auf der gegenüberliegenden Seite des Wegs ist das Bürger- und Kulturhaus vorgesehen. Viel (einheimisches) Holz und Glas bestimmen die Optik des Baukörpers der Halle, "man wird viel Holz spüren", sagte Erny. Die Unterkonstruktion sowie der niedrige Vorbau der Halle sind aus Beton. Der Vorbau dient gleichzeitig als Haupteingang mit Foyer, Küche, Garderobe und Tagungsraum und lässt die sich anschließende Dreifeld-Sporthalle mit den Innenmaßen 24 mal 46 Metern nicht so massiv erscheinen, erklärte Erny. Eine feste Tribüne ist nicht vorgesehen, bei Turnieren sei an den Seiten ausreichend Platz für Zuschauer. Mit der sogenannten kalten Nahwärmeversorgung könne die Halle beheizt, aber auch gekühlt werden. Eine effektive Lüftung sei auch wegen der Innerortslage gefordert.

Auf Basis der Entwurfsplanung und der Kostenschätzung stimmte der Rat der Realisierung zum Neubau der Sport- und Mehrzweckhalle zu, mit dem Auftrag an die Verwaltung, den Bauantrag einzureichen. Christian Fix (CDU) verwies auf die Haushaltsberatung am 2. Dezember, bei der die Finanzierung des Projekts zu klären sei.

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