Rust Gemeinsam auf Verbrecherjagd

Haben über die ersten Erfolge der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Ruster Polizeiposten gesprochen (von links): Martin Baumann (Leiter des Polizeipostens Rust), Felix Neulinger (Leiter des Polizeireviers Lahr), Bundestagsabgeordneter Peter Weiß, Antoine Herth (Abgeordneter der französischen Nationalversammlung), Polizeihauptmeister Helmut Reich, Yohanne Conesa (Gendarmerie National) und Patrick Aichholzer (Gendarmerie National). Foto: Winkler Foto: Lahrer Zeitung

Rust (red/jg). CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Weiß und der Abgeordnete der französischen Nationalversammlung, Antoine Herth, haben den Polizeiposten in Rust besucht. Das deutsch-französische Parlamentariergespann hat sich dabei ein Bild von der deutsch-französischen Kooperation zwischen deutscher Polizei und französischer Gendarmerie dort gemacht. "Bereits nach kurzer Zeit zeichnet sich ab, dass die deutsch-französische Zusammenarbeit im Polizeiposten Rust eine Erfolgsgeschichte wird", lobte der Leiter des übergeordneten Polizeireviers Lahr, Felix Neulinger, das Pilotprojekt.

 

Seit rund drei Wochen verrichten Patrick Aichholzer und Yohanne Conesa von der Gendarmerie Nationale ihren Dienst in Rust. Sie haben die gleichen Rechte wie die deutschen Kollegen, wenn diese mit anwesend sind. "Französische Touristen reagieren sehr positiv auf die Anwesenheit der Gendarmerie", erzählte Patrick Aichholzer.

Polizisten sammeln Informationen über die Grenze hinweg

Die Anwesenheit der französischen Gendarmen erleichtert auch die Arbeit für die hiesige Polizei. "Die Kooperation funktioniert reibungslos. Es ist so, als würden wir bereits 20 Jahre zusammenarbeiten", sagte Martin Baumann, Leiter des Polizeipostens in Rust. Die französischen Kollegen können dank eines Tablets auf Daten der Gendarmerie zugreifen und so Situationen schnell klären. "Parallel hierzu ergehen Anfragen an das gemeinsame Zentrum der deutsch-französischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Kehl", erklärte Baumann weiter.

"Innerhalb von zwei Minuten sind die Kollegen vor Ort. Vorher betrug die Anfahrtszeit rund 20 bis 25 Minuten" erläuterte Neulinger die Vorteile des neuen Polizeipostens. Einen Mehrwert sieht Neulinger auch für die französische Seite: die Bürger des Nachbarlandes würden vor Ort betreut und Informationen über die grenzüberschreitende Kriminalität gesammelt.

Noch bis zum 7. September werden die Gendarmen vor Ort sein, danach sind die deutschen Kollegen erst einmal wieder auf sich gestellt. "Das Projekt entwickelt sich deutlich positiver als erwartet. Das können wir auch mit den Erfahrungsberichten belegen", hofft Neulinger auf eine Fortführung.

Die beiden Abgeordneten zeigten sich ebenfalls begeistert von den positiven Erfahrungen. "Das Pilotprojekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, welche großen Vorteile eine enge Zusammenarbeit entlang des Rheins für beide Seiten birgt", so Weiß und Herth übereinstimmend. Die beiden Parlamentarier versprachen, sich für eine Fortführung des Projekts stark zu machen.

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