Rust Europa-Park wappnet sich für Corona

Rust - Desinfektionsspender, kürzere Reinigungsintervalle, spezieller Notfallplan: Der Europa-Park wappnet sich für das Coronavirus – für seine Gäste und seine Mitarbeiter. Vor einem Einbruch der Besucherzahlen fürchtet man sich in Rust derzeit nicht.

Eröffnung von Europa-Park steht kurz bevor

In genau einem Monat, am 28. März, öffnet der größte Freizeitpark Deutschlands wieder seine Pforten, durch die dann wieder täglich mehrere Zehntausend Besucher aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und der ganzen Welt strömen dürften.

Mit den vielen Menschen (siehe Info) kommt die bange Frage: Muss ich Angst haben, mich in Rust mit dem Coronavirus anzustecken? Ausschließen können das die Verantwortlichen freilich nicht, doch tue man alles, um es zu verhindern, versicherte Pressesprecherin Corina Zanger am Donnerstag auf LZ-Nachfrage: "Die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste genießt höchste Priorität."

Ganzes Bündel an Maßnahmen

Dafür hat der Europa-Park nach eigenen Angaben ein ganzes Maßnahmenbündel geschnürt. "Wir stehen mit den zuständigen Behörden im ständigen Austausch über die aktuelle Entwicklung", sagt Zanger. Mit der hauseigenen Sanitätsstation, die auch über eine Rettungsleitstelle verfügt, und einem speziell entwickelten Notfallplan sehen sich die Verantwortlichen gut aufgestellt.

Besonders im Fokus steht dieser Tage jedoch das sogenannte Hygienemanagement, sprich die Infektionsprophylaxe.

Desinfektionsspender aufgestellt

Zur Corona-Vorbeugung seien an neuralgischen Punkten Desinfektionsspender aufgestellt worden, berichtet Zanger. Zum Beispiel im Confertainment Center, wo regelmäßig externe Feiern und Tagungen stattfinden, aber auch in der Lobby des Wasserparks Rulantica sowie in den Hotels.

Zudem würden "sensible Bereiche überdurchschnittlich oft mit geeigneten Reinigungsmitteln" geputzt, etwa die Kontaktflächen und Nassbereiche in der Wasserwelt. Bei den Achterbahnen und anderen Fahrgeschäften im Europa-Park seien regelmäßige Desinfektionen zwischen den einzelnen Fahrten bereits Standard, sagt Zanger. Über weitergehende Maßnahmen "sind wir derzeit noch in der Abstimmung".

All diese Maßnahmen funktionieren freilich nur, wenn sie richtig ausgeführt werden. Deshalb "wurden und werden die Mitarbeiter über verschiedene interne Kanäle kontinuierlich sensibilisiert".

Sicherheit der Angestellten wichtig

Auch auf die Sicherheit der Angestellten selbst werde großer Wert gelegt, erklärt Zanger. Mehr als 4000 Menschen beschäftigt der Europa-Park, etwa ein Viertel davon sind Franzosen. In Straßburg gibt es bereits einen bestätigten Corona-Fall.

Wer fürchtet, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, für den stehe kompetente Hilfe bereit, betont die Sprecherin: "Die Kollegen von Hygienemanagement und Sanitätsstation sind jederzeit für die Mitarbeiter ansprechbar und befinden sich mit den Behörden im engen Austausch."

Noch keine Umsatzeinbußen

Zu Umsatzeinbußen hat die Angst vor dem Coronavirus nach Angaben von Zanger noch nicht geführt: Zwar gebe es "vereinzelte Nachfragen" von Gästen. Doch "wurden keine Veranstaltungen storniert. Auch bei den Hotelzimmern sind uns derzeit keine Stornierungen aus diesem Grund bekannt." Und wie lautet die Prognose für den Park? "Wir erwarten aktuell keinen Besucherrückgang."

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