Rust Europa-Park mit Fragen bombardiert

Bevor es im Europa-Park – wie hier im Matterhorn-Blitz – wieder hoch hergeht, haben die künftigen Besucher noch viel Klärungsbedarf. Foto: Europa-Park

Rust/Kappel - Der Europa-Park wird vor seinem Saisonstart im Internet mit einer wahren Flut an Nachfragen überhäuft. Dominierendes Thema: die unklare Besucher-Obergrenze und ihre Folgen. Im Funny-World in Kappel gibt es dazu bereits eine Regelung.

Große Freude über baldige Öffnung des Parks 

Wenig überraschend hat die Ankündigung des Europa-Parks, nach der coronabedingten Zwangspause am 29. Mai seine Tore zu öffnen, in den sozialen Medien für ein überwiegend positives Echo gesorgt. Allerdings haben die künftigen Besucher noch eine Menge Klärungsbedarf. Allein auf der Facebook-Seite des Parks gab es bis Sonntagabend sage und schreibe mehr als 6200 Kommentare.

Jahreskartenbesitzer haben Klärungsbedarf

Auffällig viele Einträge kamen von Dauerkartenbesitzern. Ihnen hatte der Europa-Park am Freitag angeboten, das Jahresabo um die Zeit der Schließung und Besucherbegrenzung zu verlängern. Dazu gibt es während des Phase der Einlassbeschränkung einmal monatlich freien Eintritt. Doch bekomme ich den auch, wenn mein Jahresticket in der Zwangspause abgelaufen ist? Was, wenn mein Kind währenddessen seinen vierten Geburtstag gefeiert hat, jetzt also keinen freien Eintritt mehr hat? Und was gilt für Abo-Besucher aus Frankreich und der Schweiz, die wegen der Grenzschließungen aktuell nicht nach Rust kommen können? Nur ein Auszug aus Hunderten Nachfragen. Wir haben die wichtigsten Antworten zusammengetragen. 

Auch bei Parkverwaltung sind noch Fragen offen 

Die Online-Autoren des Parks sind redlich bemüht, die offenen Punkte zu klären, schalten sich immer wieder in die Diskussionen im Netz ein, um Antworten zu geben – und um Verständnis zu werben: "Wir haben versucht, eine faire Lösung zu finden, dass diese nicht für alle optimal ist, verstehen wir natürlich. Aber das ist leider nichts zurzeit." Mehrfach wird betont, dass man sich bei vielem noch in der Findungs- und Abstimmungsphase befinde. Etwa bei der Frage, welche Attraktionen zum Start geöffnet sein werden und auf was die Besucher zunächst noch verzichten müssen.

Mitunter stiftet die Social-Media-Abteilung aber auch Verwirrung, bisweilen sogar Ärger unter den Nutzern. So lautet die offizielle Verlautbarung aus Rust bis dato, es sei noch unklar, wie viele Menschen, sich zum Neustart gleichzeitig im Park tummeln dürfen. Bei Facebook liest sich das indes so: "Wir haben uns in Rücksprache mit den Behörden auf eine massive Reduzierung der Besucherzahlen verständigt. Die genaue Anzahl veröffentlichen wir nicht."

Nur tagesdatierte Tickets im Online-Shop

Wie berichtet, soll die Besucher-Obergrenze neben zahlreichen Sicherheits- und Hygienevorgaben helfen, das Infektionsrisiko für Gäste und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Deshalb wechselt der Europa-Park zur Wiedereröffnung von bisher saisonal gültigen Eintrittskarten auf tagesdatierte Tickets. Diese sind ab dem 13. Mai ausschließlich im Online-Shop des Parks zu haben. Auch Dauerkartenbesitzer müssen sich dort nach dem Windhund-Prinzip um Einlass "bewerben".

Alle 30 Minuten 50 Personen in Kappel 

Im Ruster Nachbarort Kappel ist man bereits einen Schritt weiter. Der Freizeitpark Funny-World gab am Samstag per Pressemitteilung bekannt, dass an den ersten drei Tagen ab dem Neustart, also am 29., 30. und 31. Mai, "nur 50 Personen pro halbe Stunde reingelassen" würden. Heißt bei Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr: maximal 800 Besucher. Wobei das Funny-World-Publikum – anders als im Europa-Park – der Erfahrung nach mehrmals täglich wechselt. Auch in Kappel wird es wegen der Kontingentierung nur Einlass gegen vorherige Online-Anmeldung geben, das gilt ebenfalls für Jahreskartenbesitzer.

Das Verständnis für die Hygieneregeln, die der Europa-Park zur Wiederöffnung einführt, ist im Netz grundsätzlich groß. Die meisten scheinen sich mittlerweile ans Abstandhalten, Händedesinfizieren oder an bargeldloses Bezahlen gewöhnt zu haben. Für einige Lacher sorgt indes die Vorgabe, dass Besucher nicht nur in überdachten Bereichen und beim Anstehen, sondern auch "während der Attraktionsnutzung" einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. So kommentiert ein Nutzer: "Maskenpflicht auf der Achterbahn? Na dann viel Spaß beim Aufsammeln am Ende des Tages."

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