Rust Europa-Park: Hülle des "Domes" komplett ausgetauscht

Das äußere Gerüst des Europa-Park-Domes aus Metallrohr hat 27 Fahnenmasten. Beflaggt wird entweder mit den 26 Schweizer Kantonsflaggen plus die Schweizer Nationalfahne oder mit 26 europäischen Flaggen und der blauen Europa-Fahne mit den zwölf gelben Sternen. Foto: Europa-Park

Rust (red/fx) - Direkt neben dem Haupteingang ist der "Dome" mit seinen 15 Metern Innenhöhe seit 2001 einer der beliebtesten und erfolgreichsten Veranstaltungsorte des Europa-Parks geworden. Nach 17 Jahren war es nun an der Zeit, die Außenhaut des eindrucksvollen Gebäudes zu erneuern. Wie der Europa-Park mitteilt, mussten dazu die einzelnen Zeltbahnen millimetergenau zugeschnitten und erneut aufgezogen und befestigt werden. Mehr als 500 000 Euro kostete die aufwendige Sanierung.

 

Der komplette Austausch der Zeltplanen sei eine große Herausforderung gewesen, erläutert der Tengener Zeltbauer Ronald Burgau: "Vom Material her haben wir das modernste, was es auf dem Markt gibt: Typ 3, mit 30 Prozent höherer Gewebefestigkeit und 30 Prozent mehr Beschichtungsstärke. Das ist wesentlich stärker als die alte Plane." Verbaut wurde ein lichtundurchlässiges Material mit einem ein High-Tech-PVC-Gewebe mit UV-Blocker darauf. Das soll helfen, die Außenhülle länger haltbar zu machen.

Plane wiegt knapp fünf Tonnen

Gefertigt wurde die Plane in einer angemieteten Halle in Leipzig von der Schweizer Firma Bieri, die sich auf Zeltplanen spezilaisiert hat. Das Unternehmen hatte bereits vor Jahren die ursprüngliche Plane für den Dome gefertigt. "Am Anfang stand eine digitale 3-D-Vermessung. Dann entstand ein CAD-Modell und daraus wurde ein Schnittmuster für die einzelnen Bahnen erstellt", erläutert Burgau, der seit vielen Jahren eng mit dem Europa-Park zusammenarbeitet und Spezialzelte in alle Welt liefert, etwa nach Dubai und Saudi-Arabien. Er ist bekannt für spektakuläre Zeltlösungen. "Die große Herausforderung war dann, alles präzise auf den Zentimeter genau aufzuziehen und an den einzelnen Befestigungspunkten passgenau zu montieren."

Die Plane hat insgesamt rund 4000 Quadratmeter und wiegt knapp fünf Tonnen. Für das große Zelt gibt es enorme statische Voraussetzungen: Der imposante Kuppelbau muss starkem Wind und Sturm, aber auch hohen Schneelasten standhalten. Auch hohe Brandschutzauflagen sind einzuhalten.

Und noch eines bietet die neue Plane: Die Außenschicht ist schmutzabweisend und selbstreinigend, da sie eine neuartige PVDF-Beschichtung besitzt. Der Regen wäscht die Verschmutzung automatisch ab. Die Oberfläche der Außenfolie ist geschlossen, damit kann der Regen die Schmutzpartikel "abspülen".

Das von 13 Stahlrohrwerken gehaltene Zelt hatte der Schweizer Star-Architekt Mario Botta für die 700-Jahr-Feier der Schweiz 1991 entworfen. Im Jahr 2001 entdeckte Europa-Park-Chef Roland Mack das Zelt in der Schweiz, kaufte es und ließ es nahe des Haupteingangs des Europa-Parks installieren. Seither wurden im "Dome" zahlreiche Großveranstaltungen organisiert – von der Miss-Germany-Wahl über die José-Carreras-Gala, Kunstausstellungen, Kongresse bis hin zu Gottesdiensten.

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