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Rust Ein Wettbewerb mit langer Tradition

Foto: Landratsamt Foto: Lahrer Zeitung

Rund 500 Ortenauer Schüler haben beim Europäischen Wettbewerb gute Platzierungen erreicht. Landrat Frank Scherer zeichnete gestern Orts-, Landes- und Bundespreisträger im Europa-Park aus.

 

Rust (red/ljö). Scherer gratulierte den Kindern und Jugendlichen bei der gemeinsamen Preisverleihung des Ortenaukreises und des Landkreises Emmendingen zu ihren guten Ergebnissen.

"Ich bin beeindruckt und stolz, dass die Schülerinnen und Schüler aus der Ortenau in diesem Jahr so stark vertreten sind", sagte Scherer. "Insgesamt 352 Wettbewerbsteilnehmer haben einen Ortspreis und 142 einen Landespreis errungen. Mit 25 Bundespreisgewinnern stehen wir wie in den Vorjahren mit Abstand an erster Stelle der Landkreise in Baden-Württemberg. Das ist hervorragend", betonte der Landrat.

Nicht nur bei den Preisträgerzahlen sei der Ortenaukreis ganz weit vorne. Mit 3461 Teilnehmern nehme der Ortenaukreis auf Landes- und Bundesebene eine Spitzenposition ein. Neben den Preisträgern aus dem Ortenaukreis und dem Landkreis Emmendingen nahmen an der Verleihung Vertreter des Europa-Zentrums Stuttgart, Lehrer und Bürgermeister sowie Mitglieder verschiedener Institutionen und Gremien beider Landkreise teil.

Scherer würdigte die Leistungen der Schüler und bedankte sich für ihr Engagement bei dem Schülerwettbewerb, der unter dem Motto "Gemeinsam in Frieden leben" stand und sich am "Europäischen Jahr gegen Gewalt an Frauen" orientierte. Bei dem Wettbewerb setzen sich die Schüler mit unterschiedlichen Themen von Cybermobbing, Gleichberechtigung bis Zivilcourage auseinander. Neben Urkunden erhielten die Landes- und Bundespreisträger Bücher und Gutscheine sowie Geld- und Sachpreise.

Offenburger Schülerin erhält Sonderpreis

Die 13-Jährige Ceyda Kaya von der Hansjakob-Schule Offenburg ist für die bundesweit beste Arbeit zum Thema "Ab heute bin ich mutig" mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden. Unter den Landespreisträgern sind auch drei Schüler der Graf-Heinrich-Schule in Hausach, fünf Schüler der Förderschule Wolfach sowie eine Schülerin der Realschule Bildungszen-trum Wolfach.

"Der 63. Wettbewerb hat dazu beigetragen, dass sich Kinder und Jugendliche europäischer Schulen mit Fragen beschäftigt haben, wie ein friedliches und soziales Miteinander noch besser gestaltet werden kann", erläuterte Scherer. "Gerade in Zeiten von Zuwanderung ist es wichtig, dass Schüler vermittelt bekommen, tolerant und respektvoll gegenüber anderen Herkünften zu sein, damit Integration vor allem auch im Schulalltag gelingt."

Der Landrat ermunterte die Preisträger, ihre kreativen Ideen zu europäischen Gedanken beizubehalten und ambitioniert weiterzumachen. Er dankte in diesem Zusammenhang den Lehrkräften, die ihre Schüler jedes Jahr aufs Neue begeistern, mitzumachen und sie bei den Arbeiten begleiten.

Sein Dank galt auch den beteiligten Institutionen, insbesondere der Europa-Union des Ortenaukreises und des Landkreises Emmendingen sowie dem Europa-Park, der die Veranstaltung organisiert und anschließend den Parkbesuch ermöglicht hatte.

  Der Europäische Wettbewerb ist der älteste Schülerwettbewerb in der Bundesrepublik Deutschland und eine der traditionsreichsten transnationalen Initiativen zur politischen Bildung in Europa, heißt es in einer Pressemitteilung des Kultusministeriums. Er wurde von Anfang an von den Kultusministern der Länder sowie von der Kultusministerkonferenz, der Bundesregierung und der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt. Seit 1974 gehört der Europäische Wettbewerb zu den in der Bundesrepublik gesamtstaatlich geförderten Schülerwettbewerben. Er hilft Schulen, ihren Bildungsauftrag zur Förderung des Europagedankens zu erfüllen. Der Wettbewerb wird alljährlich unter der Schirmherrschaft des Europarats, des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kulturstiftung für Schüler aller Altersstufen ausgeschrieben.

Weitere Informationen: www.europa-zentrum.de

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