Rust Christian Moser neuer Ruster Rektor

Christian Moser Foto: Schule Foto: Lahrer Zeitung

Wer folgt auf Karl-Heinz Debacher als Rektor der GMS Rust/Kappel-Grafenhausen? Eine Frage, die lange unbeantwortet im Raum stand. Offizielle Stellen schwiegen eisern. Nun hat die Geheimniskrämerei ein Ende: Neuer Chef wird Christian Moser.

 

Rust. Ein Schreiben des Regierungspräsidiums bestätigt diesen Dienstag, was Kenner der Grund- und Gemeinschaftsschule Rust/Kappel-Grafenhausen (GMS) offenbar schon länger vermutet haben: Christian Moser wird neuer Rektor und tritt damit in die markanten Fußstapfen Karl-Heinz Debachers. Auf Anfrage heißt es vom Regierungspräsidium Freiburg: Es habe keine weitere Bewerbung gegeben. Moser: "Die Entscheidung ist nicht ganz überraschend." Und doch sei es ein "freudiges Erlebnis" gewesen, als das Schreiben des Regierungspräsidiums eintraf – und diese Personalie damit besiegelte.

Damit tritt er das Erbe Debachers an, der mehr als 16 Jahre die Geschicke der Schule geleitet hat. Eine Bürde für den 44-jährigen Moser? "Nein, eine Bürde ist es nicht, es ist vielmehr eine große Aufgabe, vor der man richtig Respekt hat", sagt der angehende Schulleiter zuversichtlich und versichert im gleichen Atemzug mit Blick auf das Lehrer-Kollegium: "Ich weiß, dass ich eine starke Mannschaft hinter mir habe."

Und doch betont er im Gespräch mit unserer Zeitung: Ein Leichtes sei es nicht, in den neuen Beruf hineinzufinden. Bisher fungierte er zwar als Stellvertreter Debachers, aber es sei dann doch eine andere Situation, wenn man selbst Chef sei. "Reinkommen, Fuß fassen, noch ein Quäntchen mehr Sicherheit bekommen", gibt Moser seine Marschrichtung vor, zumal seine bisherige Aufgabe zunächst niemand übernimmt. "Das ist schon eine Herausforderung mit fehlendem Konrektor." Wann dieses Amt wieder besetzt sein wird, kann er nicht sagen, im November oder im Dezember.

Eine Schülerin habe ihn verdutzt gefragt, ob er überhaupt noch Zeit habe, wenn er Rektor ist. Zum Beispiel für den Chor, den er leitet, für die Schüler- und Lehrer-Band. "Ich werde versuchen, es einzuflechten, es wird ein Zeitfaktor sein", sagt Moser und beeilt sich während des Gesprächs, gleich anzufügen: Aber "wenn es irgendwie geht", will er musikalisch weiter aktiv bleiben.

Das hat ja auch Vorteile. Damit bleibt er im Kontakt mit den Schülern, bekommt Einblicke, die für ihn so wichtig sind. "Ein guter Lehrer hat eine Beziehung zu den Schülern", meint Moser. Denn wenn diese Beziehung stimme, dann könne man die Kinder und Jugendlichen auch zum Lernen motivieren, gibt er sich überzeugt. Ein guter Lehrer ist in seinen Augen zudem nicht nur fachkompetent, sondern auch bereit, sich weiterzuentwickeln – "weil Lehrer es ja auch von den Schülern erwarten".

Auch auf die Beziehung zwischen künftigem Rektor und Lehrern legt er viel Wert: "Ich setze auf kollegiale Zusammenarbeit", bringt der leidenschaftliche Musiklehrer pragmatisch auf den Punkt, wie er das Kollegium orchestrieren möchte.

Musik, sagt Moser, verbindet einfach. Der Chor und die Bands "bereichern die gesamte Schulgemeinschaft". Nur "ganz wenige Schüler" seien resistent gegen den Rhythmus der Musik. "Die meisten kriegen das hin." Besonders wichtig sei ihm neben dem Verständnis für den Klang der Musik, seinen Schülern Lesekompetenz zu vermitteln und Lernstrategien, damit sie auch selbstständig Probleme lösen können.

Christian Moser fungierte an der Grund- und Gemeinschaftsschule Rust/Kappel-Grafenhausen als stellvertretender Schulleiter. Am Mittwoch, 1. August, wird er dort offiziell Direktor sei. Er studierte an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg die Fächer Musik, Technik und Deutsch. Seine erste Stelle trat der 44-Jährige im Jahr 2001 in Goldscheuer an, wechselte einige Jahre später nach Kehl an die Hebelschule. Vor vier Jahren zog es den Rheinhausener wieder in Richtung Heimat an die Ruster Schule.

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