Rust Absichtlicher Fehlalarm: Bombenmeldung im Europa-Park

Im Oktober gab es eine falsche Bombenmeldung im Europa-Park. Foto: dpa Foto: Lahrer Zeitung

Rust. Am Morgen des 27. Oktober hielten die Beamten des Ruster Polizeiposten den Ateman. Der Grund: ein Anruf, angeblich aus dem Europa-Park. "Ein Mann meldete uns eine Bombensichtung", berichtete Polizeipostenleiter Martin Baumann am Dienstag im Rahmen des Pressegesprächs zur Ruster Kriminalitätsstatistik. Glücklicherweise ein Fehlalarm, wie sich herausstellen sollte.

Der Anrufer habe behauptet, in der Deutschen Allee einen Mann mit einem Rucksack gesehen zu haben, aus dem Drähte geragt seien. Sofort seien die "nötigen Maßnahmen für ein solches Szenario" ergriffen worden, so Baumann. In Zusammenarbeit mit dem Europa-Park seien einzelne Abschnitte gebildet, Absperrungen eingerichtet und Durchsuchungen angeordnete worden. Die Park-Besucher hätten "von dem Ganzen wenig bis nichts mitbekommen", erklärt Baumann, von einer Evakuierung sei man "noch weit entfernt gewesen".

Nach wenigen Stunden stand fest: Es war nicht mehr als ein übler Scherz. "Im Laufe von langwierigen Ermittlungen konnten wir den Mann identifizieren", sagt Baumann. Es habe sich gezeigt, dass er zum Zeitpunkt des Anrufs gar nicht in Rust war, sondern in Nordrhein-Westfalen. Der Mann habe den Beamten sowohl eine falsche Handynummer als auch ein falsches Nummernschild des Autos durchgegeben, mit dem er in Rust gewesen sein wollte.

Der Anrufer steht im Verdacht, vier Tage später ein ähnliches Spiel mit den Beamten in Bottrop-Kirchhellen getrieben zu haben. Dort ist der Movie-Park zu Hause. Zu seinem Motiv hat sich der Anrufer laut Baumann noch nicht geäußert: "Er lässt sich anwaltlich vertreten." Die Ruster Polizei hat die Ermittlungsakte am Montag der Freiburger Staatsanwaltschaft übergeben.

Und warum wurde die Öffentlichkeit nicht über den Vorfall unterrichtet? "Weil wir niemanden auf dumme Gedanken bringen wollen."

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