Rückblick auf 32 Amtsjahre Ringsheims Altbürgermeister Heinrich Dixa wird 70

Adelbert Mutz
Das Radfahren ist eine der neuen Leidenschaften von Ringsheims Altbürgermeister Heinrich Dixa, der am Dienstag 70 Jahre alt wird. Foto: Mutz

Ringsheims Ehrenbürger Heinrich Dixa feiert am heutigen Dienstag seinen 70. Geburtstag.

Ringsheim -  Ringsheims Ehrenbürger Heinrich Dixa feiert am Dienstag, 22. März, seinen 70. Geburtstag. Die Entwicklung und der Fortschritt der Gemeinde sind geprägt von seiner 32-jährigen Amtszeit als Bürgermeister, die von 1985 bis 2017 dauerte. Für seine Verdienste um Ringsheim wurde er bei seiner Verabschiedung als Bürgermeister 2017 zum Ehrenbürger ernannt. "Es war mein Traumberuf, den ich ausgesprochen gerne ausgeführt habe", sagte Dixa auf seine Amtszeit zurückblickend . Mit dem Europa-Park in direkter Nähe sei die touristische und wirtschaftliche Zukunft der Gemeinde ein wichtiger Aufgabenbereich gewesen, der eine langfristige Planung erforderte.

Mit der Entwicklung der neuen Wohnbaugebiete Limbach I und II wurde Wohnraum besonders für junge Familien geschaffen. Westlich der Bahn wurden die Gewerbegebiete Leimenfeld I und II entwickelt, in denen sich längst vielfältiges Gewerbe, sowie viele Hotels ansiedelten. Zusammen mit Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz hat Dixa den Wasserversorgungsverband Südliche Ortenau gegründet. Heute profitieren mehrere Südgemeinden von dieser Entwicklung. Rund zehn Jahre hatte die Genehmigung des dritten Tiefbrunnens im Naturschutzgebiet Elzwiesen gedauert, erinnert sich Dixa. Dieser dritte Brunnen war Voraussetzung für die Erweiterung des Wasserversorgungsverbands.

Förderung der Vereine lag ihm am Herzen

Mit viel Energie und seiner Verhandlungsfähigkeit hat Dixa auch die umweltfreundliche Fernwärmeversorgung zusammen mit dem ZAK vorangetrieben. Heute sind viele private, aber auch öffentliche Gebäude im Dorf an der Fernwärmeversorgung angeschlossen. Der Ausbau der gemeindlichen Infrastruktur wurde mit dem Bau der Kahlenberghalle fortgesetzt. Es folgte der Um- und Erweiterungsbau der alten Turn- und Festhalle an der Alten Bundesstraße zum Bürgerhaus, wo die örtliche und überörtliche Kultur ihren festen Platz bekam.

Am großen gemeinsamen Projekt der Ortsumfahrungen Kenzingen, Herbolzheim und Ringsheim war Dixa ebenfalls initiativ, was letztlich zur Verkehrsentlastung aller drei Gemeinden führte. Die Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität im Ort hatte Dixa immer im Blick. Ein Blickfang ist heute die Innerortsgestaltung mit der Sanierung des Rathauses und dem offenen und transparenten Rathausplatz, sowie der Straßensanierung im Innerortsbereich. Dixa legte ebenfalls den Grundstein für eine nachhaltige Schulsanierung und den Bau eines neuen Kindergartens.

Die Förderung der intakten Vereinsstrukturen sei für Dixa als Vertreter der Gemeinde, aber auch persönlich wichtig gewesen. Ein wichtiges Bindeglied zwischen Gemeinde, Vereinen und Bürgerschaft sei für ihn das jährliche Wein- und Gassenfest in der Ortsmitte, erwähnte Dixa, an dem auch die Freunde aus Albigny-sur-Saône aktiv teilnehmen. Seit 30 Jahren besteht die deutsch-französische Gemeindepartnerschaft, die von ihm initiiert wurde und intensiv gelebt wird.

Auch die Umgestaltung des Friedhofes, die mehrfache Erweiterung des Kindergartens, sowie die moderne Ausstattung der Feuerwehr unter seiner Amtszeit bedürfen der Erwähnung.

Seit 1987 Kultur-Kreisvorsitzender

Heinrich Dixa lebte bis zu seinem dritten Lebensjahr in Ringsheim, zog danach mit den Eltern nach Teningen. Seit 1974 ist er mit Esther verheiratet. Zur Familie zählen drei verheiratete Kinder und sieben Enkelkinder. Die Tochter wohnt mit Familie in Australien. Heinrich Dixa ist Ehrenbürger der Gemeinde und Ehrenpräsident des Freundeskreises für Gemeindepartnerschaften. In etlichen Vereinen ist er Ehrenmitglied. 25 Jahre lang war er Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Ringsheim, seit 1987 ist er ununterbrochen Vorsitzender des Kulturkreises.

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