"Keff"-Check für Firmen Wie Firmen Energie sparen können

Lahrer Zeitung
Effizienzmoderator Fabian Delong (vorne) beim "Keff"-Check im Hotel Toskana in Ringsheim Foto: Gemeinde

Die Kompetenzstelle Energieeffizienz Südlicher Oberrhein ("Keff") hat eine Effizienz-Offensive mit einer kostenlosen Analyse für die Firmen gestartet.

Die Energiekosten steigen derzeit rasant. Gemeinsam mit den Gemeinden Rust und Ringsheim hat die Kompetenzstelle Energieeffizienz Südlicher Oberrhein ("Keff") eine Effizienz-Offensive mit einer kostenlosen Analyse für die Firmen gestartet.

Ringsheim/Rust (red/jk) - In Form von sogenannten "Keff"-Checks können Unternehmen aus der Offensive seit November eine Analyse ihrer Energieeffizienz vornehmen lassen, wie die Gemeinden Ringsheim und Rust in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt geben.

"Schön, dass wir den Betrieben in unseren Gemeinden ein solch tolles und kostenloses Angebot machen können. Die Experten der ›Keff‹ decken bei einem ein- bis zweistündigen Termin vor Ort mit dem jeweiligen Unternehmen Energiespar-Potenziale in den Betrieben auf, überprüfen von der Glühbirne über Belüftungssysteme bis hin zu Produktionsstraßen die Energieverbräuche. Anschließend gibt es konkrete Vorschläge zu Einsparmaßnahmen. Das schont das Klima und hilft dem Geldbeutel", freut sich Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber.

Bürgermeister hatten Kampagne angestoßen

Weber und sein Ruster Amtskollege Kai-Achim Klare hatten die Kampagne angestoßen. "Ein weiteres Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit", sagt Klare. "Rust und Ringsheim arbeiten gerade beim Umwelt- und Klimaschutz schon länger eng zusammen, das wird auch hier wieder deutlich."

Wenn gewünscht, bleiben die "Keff-Experten" auch bei der Umsetzung an Bord und helfen bei der Vermittlung von passenden Energieberatern, Anträgen und allen weiteren Fragen, die sich beim Umsetzen von Energiesparmaßnahmen ergeben. Das alles geschehe ohne Gewinnabsicht, denn die "Keff" werde vom Land und der EU gefördert. Das einzige Ziel sei der Klimaschutz – als Partner und Unterstützer vor allem von kleinen und mittelständischen Betrieben.

Wie so eine Analyse ablaufen kann, weiß Eugenio Frassica vom Ringsheimer Hotel Toskana, das als Modellprojekt ausgewählt wurde. "Die steigenden Energiepreise treffen uns ebenso wie jeden anderen Betrieb. Sie schlagen sich auf die Zimmerpreise durch, wenn wir nicht gegensteuern. Unser Ziel ist es deshalb, die Energiekosten zu senken. Deshalb haben wir den ›Keff‹-Check gemacht." Obwohl das Hotel bereits einige Maßnahmen umgesetzt hatte, habe der Check den Anstoß zu einer neuen dezentralen Lüftung über Wärmerückgewinnung gegeben.

Auch Rolf Glück vom Gästehaus Glück in Rust, hat schon eine Analyse hinter sich: "Der Effizienzexperte hat uns viele Anregungen gegeben und mit der Wärmebildkamera geschaut, ob die Dämmung oder die Heizung Schwachstellen haben."

Die Experten kommen in jedes Unternehmen jeder Branche, so die Mitteilung. Für alle Interessierten gibt es zusätzlich am Montag, 22. November, einen Online-Workshop zu betrieblichen Photovoltaikanwendungen. Anmeldungen seien über die Kompetenzstelle Südlicher Oberrhein jederzeit möglich.

Ursprünglich sollte die Energie-Offensive bis Ende des Jahres gehen. Aufgrund der "guten Resonanz" hat die "Keff" das Projekt bis in den Januar verlängert. Das teilt die Kompetenzstelle auf Nachfrage der LZ mit. Elf Unternehmen hätten sich bereits zum kostenlosen Check angemeldet, mit der Verlängerung wolle man sicherstellen, dass möglichst viele Firmen zum Zug kommen.

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