Ringsheim Weihnachten aus einer anderen Perspektive

Berichtete vom Kindergottesdienst und ihren ganz eigenen Erfahrungen: Maria Oswald.Foto: privat Foto: Lahrer Zeitung

Ringsheim - In Corona-Zeiten ist es für alle Beteiligten eine ungewohnte Situation – vor allem die Feiertage in begrenztem familiären Umfeld zu verbringen. Die elfjährige Maria Oswald aus Ringsheim erzählt, wie sie Heiligabend beim Kindergottesdienst erlebt hat.

Der "Sei dabei! Kindergottesdienst", wurde von Doris Spitznas, Evelyne Schmidt, Bianca Hilß und Marias Mutter Katrin geplant. "Wir waren alle ziemlich aufgeregt: Klappt das alles mit den Hygienevorschriften?", berichtet Maria. Die Familien mussten sich im Voraus anmelden und bekamen dann gleich einen Sitzplatz zugewiesen.

Allen wurde mitgeteilt, was in diesem besonderen Gottesdienst erlaubt war oder nicht, welche Wege man gehen durfte oder wo genau man sitzen konnte. "Nach einer Begrüßung überlegten wir alle, was für den Advent und für Weihnachten typische Merkmale sind", erzählt die Elfjährige. Sie suchten nach möglichen Mitmachangeboten. Ein Kind hatte die Idee: ein Krippenspiel.

Alle Besucher machen mit

Das Kindergottesdienst-Team überlegte nicht lange und veranstaltete ein "Mit-Mach-Krippenspiel". Alle Besucher waren miteingebunden, Bewegungen zu machen oder etwas zu rufen. "Ich durfte die Rolle des Josef spielen, meine Schwester Elisa war Maria und Mia spielte den Engel", berichtet Maria.

Die Weihnachtsgeschichte wurde vorgelesen und alle in der Kirche machten mit. Es sei mal laut gewesen, als alle Josef mithalfen, an der Herbergstüre zu klopfen. Dann war es mal ganz leise, zum Beispiel als alle wie die Hirten vor dem kleinen Jesus niederknieten.

Lustig wurde es etwa, als alle blökten wie die Schafe von Bethlehem. Es war mal ernst, als sich alle vor dem Kaiser Augustus verneigten. Kurz gesagt: "Es war ein unvergesslich eindrucksvolles Krippenspiel. Alle Kinder durften nacheinander Stroh in die leere Futterkrippe legen, sodass Jesus es gemütlich hatte und die kleine Familie im Stall von Bethlehem glücklich war", so Maria.

Immer wieder sang Sabrina Hog Weihnachtslieder. "Wir selbst durften ja nicht singen, deshalb war ihr Gesang um so schöner. Sabrina, das hast du super gemacht", freut sich Maria. Anschließend haben sie gemeinsam das "Vater unser" mit Handbewegungen gebetet. "Danach hörten wir einen kleinen Text zum Friedenslicht aus Bethlehem." Jeder konnte sich dieses Licht in der Kirche holen und mit nach Hause nehmen und es Verwandten, Freunden, Nachbarn, Älteren und Kranken bringen. Passend hierzu sang Hog das Lied "Tragt in die Welt nun ein Licht".

"Doris Spitznas hat dies uns allen in Gebärdensprache gezeigt und so konnten wir alle mit unseren Händen mitsingen. Das war sehr schön", erzählt die Elfjährige.

"Ich wünsche allen ein gutes und gesundes Jahr 2021 mit vielen eindrucksvollen und freudigen Erlebnissen", richtet die junge Ringsheimerin abschließend Grußworte aus.

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