Ringsheim Schock über Vandalismus

Die Jesus-Figur am Kreuz im Ringsheimer Grasweg wurde von unbekannten Tätern zerstört. Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Unbekannte haben die Jesus-Figur am Grasweg-Wegkreuz in Ringsheim zerstört. Vandalismus, der auch die Mitglieder des Kulturkreises betroffen macht, wie bei der Hauptversammlung deutlich wurde.

Ringsheim. Die Beschädigung des Kreuzes, das am Ende des Graswegs unterhalb der nördlichen Eisenbahnbrücke steht, wurde am 7. März gemeldet. Die Gemeinde erstattete Anzeige, noch konnte die Polizei keine Ermittlungsergebnisse vermelden. Eine Reparatur ist nicht möglich, da der oder die Täter den abgerissenen unteren Corpus-Teil offensichtlich mitgenommen haben. Rund 10 000 Euro wird eine neue Christus-Figur laut Angebot der Steinmetzfirma Göhrig aus Lahr kosten. Der Kulturkreis wird sich an den Kosten beteiligen, wie der Vorsitzende des Kulturkreises, Heinrich Dixa, sagte. Planmäßig angedacht sei in diesem Jahr die Restaurierung des sogenannten Landerer-Kreuzes an der Ecke Hausener- und Oberfeldstraße. Die Arbeiten soll das Steinmetz- und Bildhauerei-Unternehmen Gutmann aus Endingen ausführen.

Vorsitzender wehrt sich gegen Vorwürfe

Dixa wehrte sich gegen Vorwürfe, dass der Kulturkreis bevorzugt behandelt werde. Diese klingen immer wieder aus anderen Vereinen an. "Wir bezahlen die Hallennutzung wie jeder andere Verein auch", so Dixa. Bürgermeisterstellvertreter Martin Weber dankte dem Kulturkreis im Namen der Gemeinde für den Erhalt und die Pflege der gemeindeeigenen Kulturdenkmäler: "Das ist eine Entlastung für die Gemeinde."

Im weiteren Verlauf ging Dixa auf die Aktionen des vergangenen Jahres, "einem komischen Jahr", ein. Denn: Im ersten Halbjahr lief zunächst nichts, dann gab es viel Arbeit für "den nicht mehr so ganz jungen Kreis" (Dixa) mit seinen 55 Mitgliedern. Junge Mitglieder sind nicht in Sicht. Dennoch sei das Jahr ohne irgendwelche Zuschüsse mit einer schwarzen Zahl abgeschlossen worden.

Im Angebot des Kulturkreises standen Ausflugsfahrten nach Frankreich in den Sundgau und nach Metz. Zwei Konzerte mit dem Kammerchor Emmendingen und der Westernband "El Paso" fanden jeweils im Bürgerhaus statt. Die Johanneskapelle war zum Tag des Denkmals im September wieder ein beliebtes Ausflugsziel. Dixa dankte Peter Brodmann, der seit Jahren die Führungen leitet. In Zusammenarbeit mit der VHS gab es einige Bildvorträge.

Bereits zwei Veranstaltungen fanden dieses Jahr statt. Zunächst das viel besuchte Jubiläumskonzert mit "Fräulein Knöpfle und ihre Herrenkapelle", danach zeigte die Theatergruppe Lahr die Heimatgeschichte "Nai hämmer gsaid" über die Bürgerproteste gegen das Kernkraftwerk Wyhl in den 1970er-Jahren. Esther und Heinrich Dixa waren mehrfach mit Gruppen auf Studienreisen im Auslang unterwegs. Dass der Verein eine beachtlich volle Kasse vorweisen kann, liegt nach Meinung des Vorsitzenden auch daran, dass Rechner Klaus Bosch gerne einmal Bremser sein dürfe.

Nach der Versammlung zeigte Esther Dixa Bilder und Filme von einer Reise nach Vietnam und Kambodscha.

Der Kulturkreis unternimmt vom 3. bis 12. Oktober eine Studienreise nach Griechenland. Stationen sind Athen die Akropolis, Delphi, Olympia, die Meteora-Klöster sowie die Halbinsel Mani. Weitere Infos bei Esther Dixa unter Telefon 07822/­89 67 61, 0171/­­6 94 35 67 oder per E-Mail an Esther@Dixa.de.

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