Ringsheim Ringsheim investiert 2,4 Millionen

Ringsheim will 2500 neue Bäume pflanzen. Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Ringsheim. Der Haushalt für 2020 und der Wirtschaftsplan für den Eigenbetrieb Gemeindewerke sind bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag beschlossen worden.

Der Etat ist der erste, den Kämmerer Andreas Marre nach dem neuen kommunalen Haushaltsrecht erstellt hat. Im Ergebnishaushalt, der in etwa mit dem bisherigen Verwaltungshaushalt vergleichbar ist, sind 5,7 Millionen Euro Einnahmen und knapp 5,6 Millionen Euro Ausgaben vorgesehen. Damit bleibe ein Überschuss von 136 800 Euro. In der Ergebnissumme sind auch 685 500 Euro enthalten, die aus Abschreibungen erwirtschaftet werden. Im Finanzhaushalt sind 2,4 Millionen Euro Investitionen vorgesehen. Die größten Ausgaben sind: Beteiligung an Stromversorgungsunternehmen (700 000 Euro), Sanierung und Modernisierung des Regenüberlaufbeckens am Pumpwerk II (550 000 Euro), der Kauf eines neuen Löschfahrzeugs (310 000 Euro, ein Teil wird bezuschusst) und die Schulhofsanierung (310 000 Euro).

Laut Haushaltsplan werden die Investitionen im Wesentlichen durch vorhandene Einnahmen (696 000 Euro Überschuss aus laufendem Betrieb) und 320 000 Euro Zuweisungen finanziert. Es sind weder Kreditaufnahmen noch Verpflichtungsermächtigungen vorgesehen. Der Schuldenstand wird sich laut Plan auf etwa 305 000 Euro verringern; 32 900 Euro sollen zum Tilgen bestehender Kredite verwendet werden. Die liquiden Eigenmittel gehen von 1,7 auf 1,2 Millionen Euro zurück.

Bürger sollen bei Veranstaltungen weiter miteingebunden werden

Das Volumen des Wirtschaftsplans für die Gemeindebetriebe (Wasser und Fernwärme) beträgt knapp mehr als eine Million Euro. Im Erfolgsplan wird bei der Wasserversorgung mit 22 300 Euro Gewinn, bei der Fernwärme mit 7300 Euro Verlust gerechnet. Beim Wirtschaftsplan ist auch keine Kreditaufnahme vorgesehen.

Neben dem Haushalt beschlossen die Gemeinderäte Richtlinien, um neue Bäume in Ringsheim zu pflanzen. Bis 2026 sollen 2500 neue Bäume, unter anderem auf privaten Grundstücken, gepflanzt werden. Anlass dafür war die landesweite Klimaschutzaktion "1000 Bäume für 1000 Kommunen". Ringsheim will das Zweieinhalbfache pflanzen (wir berichteten).

Laut Beschluss werden zunächst 500 Euro Zuschuss im Haushalt für dieses Jahres bereit gestellt. Wer als Bürger auf seinem privaten Grundstück einen Laubbaum – fünf Arten zur Wahl – pflanzt, erhält von der Gemeinde den Setzling kostenlos. Demnächst soll es losgehen, vorerst sollen die Richtlinien dafür im Gemeindeblatt veröffentlicht werden.

Einbinden will man die Bürger auch bei weiteren Programmen. So am 21. März beim Tag des Waldes. Dabei sind Bürger laut Rathauschef Pascal Weber zur Waldputzete im Niederwald eingeladen. Als "Gegenleistung" soll es ein Vesper geben. Im November/Dezember dieses Jahres sollen Bäume im Niederwald gepflanzt werden, auch dabei sind die Bürger zur Mithilfe aufgerufen. Weiteres Programm in Sachen Naturschutz ist "100 Nistkästen für Ringsheim". Fest steht, dass sich drei Bürger bereiterklärt haben, die Nistkästen für Vögel zu bauen, wenn die Gemeinde das Material stellt. "Ein Protoptyp ist gerade in Arbeit", wie Bürgermeister Weber dazu sagte.

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