Ringsheim Ringsheim hofft auf weitere Zuschüsse

Freuen sich über den Bewilligungsbescheid über 147 000 Euro zum Programm Entwicklung Ländlicher Raum für den geplanten Bauhof-Neubau (von links): Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber sowie Marion Gentges und Peter Weiß von der CDU. Foto: Mutz

Ringsheim - Insgesamt 3,6 Millionen Euro Zuschüsse erhofft sich Ringsheim aus dem Landessanierungsprogramm. Marion Gentges und Peter Weiß überbrachten erst einmal einen Bewilligungsbescheid über 147 000 Euro für die Entwicklung Ländlicher Raum.

Auf Einladung von Bürgermeister Pascal Weber besuchten der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß und die CDU-Landtagsabgeordnete Marion Gentges die Gemeinde Ringsheim. Mit im Gepäck hatte Gentges, die wieder für den Landtag kandidiert, den Bewilligungsbescheid zum Programm Entwicklung Ländlicher Raum (ELR) Baden-Württemberg.

Dieser spricht Ringsheim einen Zuschuss für den geplanten Bau des neuen Bauhofs in Höhe von 147 000 Euro zu. Dass dem Erstantrag der Gemeinde gleich in voller Höhe zugestimmt wurde, habe am überzeugenden Antrag und der dringenden Notwendigkeit eines neuen Gebäudes für die Bauhofmitarbeiter gelegen, erklärte Bürgermeister Weber.

Das neue Gebäude soll am nördlichen Grasweg mit geschätzten Kosten von rund 1,2 Millionen Euro plus Ausstattung gebaut werden. Die beiden Abgeordneten Weiß und Gentges konnten sich vor Ort ein Bild vom Bestandsbauhof machen.

Ein zeitgemäßes Arbeiten sei an diesem Ort nicht mehr möglich, war die einhellige Meinung der Abgeordneten. Da bedürfe es keiner Diskussion mehr. Diese fand zuvor nicht-öffentlich im Amtszimmer des Bürgermeisters statt.

Für die Zukunft sei die Gemeinde gut aufgestellt, die Finanzen seien in Ordnung, wobei in den kommenden Jahren weitere Projekte wie das geplante Feuerwehrhaus und die Ortskernsanierung "Ortsmitte Nord" anstehen, berichtete Weber.

Auch Privatpersonen können profitieren

Dafür seien bereits aus dem Landessanierungsprogramm von Bund und Land Mittel in Höhe von 800 000 Euro bewilligt worden. Insgesamt kämen aus diesem Topf in den kommenden Jahren 3,6 Millionen Euro Zuschuss. Das Gute dabei sei, dass auch Privatpersonen für Sanierungen an den eigenen Gebäuden davon profitieren werden, fügte Peter Weiß an. "Wir befinden uns in einer sehr guten Zuschusssituation", sagte Weber.

Noch sei aber sowohl der Bau des Bauhofes am Ende des nördlichen Graswegs als auch der Bau des Feuerwehrhauses südlich der Kahlenberghalle nicht in trockenen Tüchern. Eine Bürgerinitiative strengt derzeit ein Bürgerbegehren gegen den Feuerwehr-Standort an.

Im Erfolgsfalle werden die Bürger darüber abstimmen, ob das Feuerwehrhaus am geplanten Standort Kahlenberghalle oder mit dem Bauhof zusammen am Grasweg gebaut werden soll. Weber hofft, dass die Bauhofsplanung nicht verworfen werden muss und der gewährte Zuschuss dadurch hinfällig würde.

Die Pandemie sei auch an Ringsheim nicht spurlos vorbei gegangen, die Betroffenheit sei jedoch nicht so hoch wie bei anderen Gemeinden gewesen, erklärte Bürgermeister Weber. So habe die Gemeinde in den letzten Jahren Schulden abgebaut, dennoch: "Für die Zukunft brauchen auch wir Kredite."

Was die Bekämpfung des Virus betrifft, sei die interkommunale Strategie mit der Gemeinde Rust sehr erfolgreich. In Schule, Kita und Verwaltung werde bereits wöchentlich getestet. Auch Bürger haben in der Rheingießenhalle Rust die Möglichkeit zum Testen.

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