Ringsheim "Nur Vorteile für Gemeinde und Winzer"

Ziel des Projekts "Weinland Breisgau" ist es, die Weine aus der Region bekannter zu machen und den Tagestourismus zu fördern. Foto: Vichra Foto: Lahrer Zeitung

Erst im September hat Ringsheim eine Kooperation mit der Breisgauer Wein GmbH beschlossen. Nun hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, an deren Projekt "Weinland Breisgau" teilzunehmen.

Ringsheim . Beginn ist im kommenden Jahr, wenn das Weintourismus-Projekt auf neue Füße gestellt werden soll. Auch damit soll das Tourismuskonzept weiter verfolgt werden, erklärte Bürgermeister Pascal Weber bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag. "Es kann nur Vorteile für die Gemeinde und Winzer bringen".

Ziel des Projekts ist laut Isabella Vetter, das Weinland Breisgau zwischen Oberschopfheim und Freiburg aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. "Wir sind ein weißer Fleck auf der Weinkarte", sagte die ehemalige Weinhoheit aus Bleichheim, die seit September eine der beiden Geschäftsführerinnen der Breisgauer Wein GmbH, einem Zusammenschluss von WGs und Weingütern, ist. Hauptberuflich arbeitet sie bei der Tourismus-Information in Emmendingen.

Das Ziel, das Weinland Breisgau als weißen Fleck aus der Landkarte zu tilgen, wird mit dem Projekt seit 2017 verfolgt. Den Erfolgen wie neuen Auftritten bei Anzeigen, Flyern und einem Logo in neuen Farben sowie Kooperationen sollen weitere folgen.

Bisher gehören 14 Kommunen wie die beiden Nachbargemeinden am Kaiserberg, und 41 Winzer, Weingüter und Winzergenossenschaften dazu. Sponsoren sind die Sparkassen Freiburg/Nördlicher Breisgau und Offenburg/Ortenau, der Landkreis Ortenau und der Badische Winzerkeller.

"Weinland Breisgau" bekannter machen

Über das Ziel der Breisgauer Wein GmbH, die Weine aus dem Bereich bekannter zu machen, will man hinausgehen. Weitere Erfolge sollenlaut Vetter im Internetauftritt, dem Marketing und der Zusammenarbeit von Weinbetrieben und Gastronomie erreicht werden. Allgemeines Ziel ist die Förderung des Tagestourismus.

Touristen, die schon da sind, sollen zu Ausflügen angeregt werden. Sie könnten in der Umgebung bei einem Weingut einkehren, in eine Gaststätte gehen, ein Weinfest besuchen oder in einem Geschäft einkaufen. So sollen örtlicher Handel, Gastronomie und Weinbetriebe belebt werden. Massentourismus ist nicht erwünscht. Knackpunkt ist, dass zu erzielende Erfolge finanziert werden müssen. Deshalb sollen mehr Kommunen ins Boot geholt werden.

Als Mitglied der Breisgauer Wein GmbH wird Ringsheim automatisch Gesellschafter einer etwaigen Weinwerbung GmbH sein, wie Pascal Weber auf eine Frage antwortete. Auch Ringsheimer Veranstaltungen wie das Wein- und Gassenfest werden beworben.

Ringsheim zahlt 2020 für die Mitgliedschaft im Projekt 1631 Euro. Der Beitrag wird auf Basis der Einwohnerzahl, der Zahl von Sitzplätzen in der Gastronomie, der Zahl der Betten und der Rebflächen ermittelt.

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