Ringsheim Nächstes Projekt: Landerer Kreuz

Ringsheim (ir) - Zu Recht ist der Kulturkreis-Vorsitzende Heinrich Dixa "stolz darauf, was eine kleine Schar alles leistet". Die Sanierung der Johanneskapelle ist abgeschlossen, neues Projekt wird das Lan­derer Kreuz in der Hausener Straße, dessen Restaurierung will der Kulturkreis auch mit eigenen Mitteln stemmen, wie Dixa bei der Hauptversammlung sagte.

Die Johanneskapelle wieder auf Vordermann zu bringen, sei nicht einfach gewesen, erklärte Dixa. Die Mauern der Kapelle sind wegen der Quelle darunter feucht. Das Schmuckstück stellten die Mitglieder im vergangenen Jahr im Rahmen eines Tags der offenen Tür der Öffentlichkeit vor. Plan ist, dies künftig jedes Jahr zu machen.

Wann der Verein das Lan­derer Kreuz angeht, ist indes noch offen. Die Restaurierung wird laut Dixa rund 15 000 Euro kosten. Noch sei nicht klar, ob und wie viel Zuschuss aus der Denkmalpflege fließt. Den Bescheid wartet man ab, bevor es los geht. Deshalb sei es möglich, dass die Restaurierung erst 2019 beginnt.

Viel Kultur hat sich der Kulturkreis im vergangenen Jahr auf verschiedenen Reisen gegönnt. So gab es Studienreisen nach Iran, Israel und Russland. In Zusammenarbeit mit der VHS standen zudem verschiedene Touren auf dem Programm, unter anderem ins Elsass und nach Trier. Des Weiteren habe man, ebenfalls in Kooperation mit der VHS, Vorträge über Syrien und Patagonien organisiert.

Weniger erfolgreich sei der Kulturkreis leider in Sachen Eigenveranstaltungen gewesen. Man habe nur ein einziges Konzert mit der Countryband "El Paso" organisiert. Wenigstens sei dieses sehr gut besucht gewesen. Doch eigentlich sollte der Höhepunkt ein anderer sein: das 30-jährige Bestehen des Kulturkreises, den man unter anderem mit einem Theater feiern wollte, wie Dixa sagte. Das Fest musste wegen mangelnder Resonanz dann aber abgesagt werden. Zudem hätte im Bürgerhaus der elsässische Liedermacher René Egles auftreten sollen. Weil er kurzfristig erkrankte, wurde das Konzert abgesagt. Und der Adventsmarkt in Ringsheim fiel buchstäblich ins Wasser. In diesem Jahr ist bis dato aber alles gut gegangen, der badische Abend mit der Gruppe Saitenwind und die Veranstaltung mit Helmut Dold seien sehr gut besucht gewesen.

Zufrieden war auch Rechner Klaus Bosch. Er musste zwar ein Minus für 2017 buchen, weil nicht alle Veranstaltungen stattfanden, trotzdem steht der Kulturkreis auf soliden Füßen und verfügt über ordentliche Rücklagen. "Fürs Kreuz reicht’s noch", so Bosch.

Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Heinrich Dixa, stellvertretender Vorsitzender Peter Brodmann, Schriftführerin Esther Dixa (für Adelbert Mutz), Rechner Klaus Bosch; Beisitzer Günter Gügel (neu), Marlene Große-Rhode, Sonja Bosch und Hermann Saumer.

Lob gab es von Gemeinderat Manfred Weber für das Engagement des Kulturkreises. Im Anschluss an die Versammlung hielt Esther Dixa einen Vortrag über Costa Rica.

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