Ringsheim Mit Sachverstand und Feingefühl

Das Landerer Kreuz aus dem Jahr 1777 ist eines von insgesamt sieben Wegkreuzen in Ringsheim. Aktuell wird es vom Endinger Steinmetz- und Bildhauermeister Andreas Bauer restauriert. Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Ringsheim (mut). Der Kulturkreis Ringsheim hat bekanntermaßen schon vor einiger Zeit die Restaurierung des Landerer Kreuzes an der Einmündung Hausener- und Oberfeldstraße in Auftrag gegeben. Nun haben die Arbeiten begonnen: Andreas Bauer, Steinmetz-, Bildhauermeister und Restaurator vom Steinmetzbetrieb Peter Gutmann aus Endingen ist derzeit mit der Restaurierung des Wegkreuzes beschäftigt. Die Kosten trägt der Kulturkreis selbst.

Die Geschichte des Lan­derer Kreuzes ist nachzulesen in der Sammlung Ringsheimer Ortsgeschichte von Hubert Kewitz und Herbert Motz sowie im Ringsheimer Ortssippenbuch von Albert Köbele. Demnach wurde das Kreuz nach den ehemaligen Besitzern des Hauses, das einst hinter dem Kreuz stand, benannt. Nach der Überlieferung ist das Sandsteinkreuz aus Anlass eines Gelöbnisses im Jahr 1777 von einer Anna Maria Fleck und ihren Kindern gestiftet worden. Die Stifterin war verheiratet mit einem Lorenz Weber, aus der Ehe gingen neun Kinder hervor. Auf dem Sockel des Kreuzes stehen die Namen Joseph, Johannes, Michael, Fridolin, Lorentz Weber.

Das Kreuz ist von schlichtem Typus mit stilisierten, einfachen Verzierungen am Sockel. Die mit einer Valute eingerahmte, eingehauene und mit Farbe ausgelegte Inschrift ist nur noch schwer zu entziffern und wird bei der Sanierung wieder herausgearbeitet. Über dem Sockel befindet sich ein sogenannter Adamsschädel im unteren Säulenbereich. Der Sockel und der Aufsatz des Kreuzes sind aus Sandstein, die Säule und der Christuskorpus aus Beton.

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