Ringsheim Land zahlt 75 Prozent des Bahnhofsausbaus

Der ECE-Halt am 1. Juni war erst der Anfang: Die Gemeinde möchte den Bahnhof Ringsheim/Europa-Park zum Mobilitätsknoten ausbauen – und hat dafür Zuschüsse vom Land bekommen.Foto: Göpfert Foto: Lahrer Zeitung

Ringsheim (red/jg). Das Land Baden-Württemberg wird den Ausbau des Bahnhofs Ringsheim/Europapark mit voraussichtlich rund 277 000 Euro fördern. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen, teilt das Regierungspräsidium in einer Pressemitteilung mit.

"Der Ausbau des Bahnhofs Ringsheim ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in unserer Region und damit zum Klimaschutz. Neben dem Tourismus profitieren davon die Menschen in Ringsheim und den umliegenden Gemeinden", freut sich Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Die Förderung erfolge über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Aus dem Sonderprogramm des Bundes "Stadt und Land" für den Radverkehr gebe es noch zusätzliche Fördergelder für die neuen Radabstell­anlagen. Auch der Ortenaukreis beteilige sich an den Kosten.

Aufenthaltsqualität soll verbessert werden

"Wir danken Regierungspräsidentin Schäfer für ihren persönlichen Einsatz für unser tolles und zukunftsweisendes Projekt und dem Land Baden-Württemberg für den zugesagten großzügigen Zuschuss in Höhe von circa 75 Prozent der Kosten", erklärte Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber. Die Förderzusage zeige, dass die Gemeinde ein gutes Gesamtkonzept vorgelegt habe. "Das Projekt wird die Aufenthaltsqualität und das optische Erscheinungsbild vor Ort deutlich aufwerten und die Infrastruktur weiter stärken. Unser Bahnhof gewinnt weiter an Bedeutung, auch im Hinblick auf künftig ausgeweiteten Nah- und Fernverkehr", so Weber.

Seit Juni vergangenen Jahres halten täglich auch Fernverkehrszüge in Ringsheim. Deshalb möchte die Gemeinde ihren Bahnhof zu einem so genannten multimodalen Mobilitätsknoten umbauen, welcher zukünftig die verschiedenen Mobilitätsangebote Schiene, ÖPNV, Radverkehr sowie Sharing-Angebote miteinander verbindet. Geplant sind eine überdachte, barrierefreie Bushaltestelle inklusive Wartehalle, eine elektronische Fahrgastinformation, Bike-and-Ride-Angebote, Parkplätze für Park-and-Ride-und Carsharing. Die Kosten des Vorhabens liegen bei rund 360 000 Euro.

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