Ringsheim Gerätehaus Thema Nummer eins

Ehrungen bei der Ringsheimer Feuerwehr (von links): Gerhard Huser, Andreas Ludin, Verbandsvorsitzender Michael Hegel, Josef Muttach, Bürgermeister Pascal Weber, Lorenz Herr, Kommandant Christian Feist und Bernhard Biehler Foto: Bär Foto: Lahrer Zeitung

Professionalität und Kameradschaft kennzeichnen die Ringsheimer Feuerwehr, wie am Samstag bei der Hauptversammlung deutlich wurde. Zu 19 Einsätzen mussten die Aktiven im vergangenen Jahr ausrücken, die Zahl liegt über dem Durchschnitt.

Ringsheim. Wichtiges Thema war der Neubau des Feuerwehrhauses. Bürgermeister Pascal Weber, der den Zusammenhalt der Wehr lobte, sagte, man habe sich im vergangenen Jahr mehrere Feuerwehrgerätehäuser angeschaut, um Bedarf und Größe eines Gebäudes für Ringsheim abzustimmen. Auf die Beratungen im Bauausschuss soll eine Machbarkeitsstudie folgen. Man wolle den Entscheidungsprozess "gut strukturiert und Schritt für Schritt" vollziehen, so der Bürgermeister. Dem stimmte der Kommandant Christian Feist zu, mahnte aber zugleich an, "dass wir dranbleiben müssen". Laut Weber soll die Standortfrage in diesem Jahr geklärt und Planungen in Auftrag gegeben werden.

Nach der Übergabe einer neuen Tragkraftspritze im vergangenen Jahr steht 2019 der Kauf eines mittleren Löschfahrzeugs als Ersatz für das 26 Jahre alte TSFW an. Der Preis soll rund 300 000 Euro kosten, die Lieferzeit ein Jahr betragen. Die Mittel sollen auf zwei Haushaltsjahre gesplittet werden, sagte Weber, der auf Zuschüsse hofft.

Den Schnitt von rund einem Dutzend Einsätze habe man 2018 übertroffen, so der scheidende Schriftführer Volker Kern. Dies ist laut Feist auch künftig zu erwarten und sei nicht zuletzt der Entwicklung in und um Ringsheim geschuldet, vor allem dem Hotelbau.

Neben Übungen und Fortbildungen ist die Wehr auch im Dorfleben aktiv, etwa beim Christbaumglühen und beim Gassenfest. Der Erlös der beiden Veranstaltungen und viele Spenden sorgten für ein ordentliches Plus in der Kasse von Rechner Tobias Eder.

Fleißig dabei ist auch die Jugendfeuerwehr. "Es läuft bei uns", sagt Jugendwart Maximilian Feist. Im vergangenen Jahr konnte man sich über ordentlichen Zuwachs freuen, mit dabei sind auch zwei junge Frauen. Dennoch müsse man weiter Werbung machen. Rege sind auch die Alterskameraden, wie ihr Obmann Walter Scheer berichtete, auch sie packen bei verschiedenen Veranstaltungen mit an.

Themen waren auch in Ringsheim die Alarmierung und Leitstelle. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Hegel wollte die Diskussion (wir berichteten) aber nicht zu hoch bewerten. Das Landratsamt arbeite "mit Hochdruck" daran, dass die Probleme gelöst würden. Das Digitalfunknetz stehe, zu klären sei noch die Anbindung an die Leitstelle. Das wollte ein Mitglied aus den Reihen der Ringsheimer Wehr so nicht stehen lassen. Dass es im Ortenaukreis noch keinen Digitalfunk gebe und man als "Bremser" hingestellt werde, sei "beschämend". "Die Mühlen mahlen etwas langsam", gab Hegel zu. Aber man arbeite an einer Lösung, für eine neue Leitstelle seien mehrere Standorte im Gespräch.

Die Ringsheimer Feuerwehr hat derzeit 46 Aktive, 16 in der Jugendfeuerwehr, zwölf Alterskameraden. Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Beratende Mitglieder im Feuerwehrausschuss sind Oliver Wieber, Andreas Ludin, Tobias Eder, Michael Witt, Andreas Lachenicht (neu), Lukas Kölblin (neu) und Nathalie Person (neu). Stellvertretender Obmann für die Alterskameraden ist Bernhard Biehler, neu aufgenommen wurden Joel Beutschlin und Niklas Hauser.

Ehrenmedaille des Feuerwehrverbands: Heinrich Dixa

Ehrenmitglied und 40 Jahre: Josef Muttach

50 Jahre: Bernhard Biehler, Lorenz Herr, Gerhard Huser

25 Jahre: Andreas Ludin

15 Jahre: Jan Bertschlin, Nico Bosch, Tobias Eder, Christian Feist, Patrick Laug, Günter Klausmann, Jörg Muttach, Michael Weber, Thomas Weber, Stefan Winterhalter

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