Ringsheim Flüchtlingsheim passé

Das Grundstück in der Ruster Straße Archivfoto: Gemeinde Foto: Lahrer Zeitung

Ringsheim (fx). Das Thema würde gut in die Rubrik "Was wurde eigentlich aus ...?" passen – das Flüchtlingsheim in Ringsheim. Am Dienstag steht es wieder auf der Tagesordnung des Gemeinderats.

Rückblick ins Jahr 2017: Nach monatelanger Diskussion spricht sich die Mehrheit bei einem Bürgerentscheid Ende Februar für den Bau einer Asylunterkunft in der Ruster Straße aus. Dass das Heim – geplant für bis zu 50 Personen – jemals errichtet wird, ist damals schon unwahrscheinlich, die Flüchtlingswelle zu diesem Zeitpunkt längst verebbt. Dennoch stellt die Gemeinde für den Fall der Fälle einen Bauantrag beim Landratsamt.

Nun ist klar: Der Antrag wurde dort nie bearbeitet. "Weil wir signalisiert hatten, dass wir wohl nicht bauen müssen, wurde er erst mal auf die Seite gelegt", erklärt Bürgermeister Pascal Weber im Gespräch mit der LZ. Im Juli diesen Jahres tauchte der Antrag aus der Wiedervorlage auf. Das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Weber und Kreisbaumeister Bruno Eisenmann: Die Rechtsgrundlage für Sonderbauten, auf deren Basis der Antrag gestellt wurde, läuft Ende 2019 aus. Weber: "Das Vorhaben wäre nicht mehr genehmigungsfähig, weshalb wir gebeten wurden, den Bauantrag zurückzunehmen." Dafür soll der Gemeinderat nun seinen Segen geben.

Und was wird aus dem 24 Ar großen Gelände in der Ruster Straße? "Darüber werden wir uns zu gegebener Zeit Gedanken machen", sagt Weber. Wegen des bindenden Bürgerentscheids sei der Spielraum ohnehin noch für anderthalb Jahre begrenzt. Sicher ist: Egal, was kommt – sei es doch noch ein Flüchtlingsheim oder eine andere Nutzung – es bräuchte eines neuen Bauantrags oder gar eines Bebauungsplans.

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