Ringsheim Fast alle Anwohner feiern mit

Das gelbe Band kurz vor der Zerteilung: Bürgermeister Pascal Weber (rechts) mit Anwohnern und Verantwortlichen im Grasweg Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Rund 100 Gäste sind am Donnerstag zur Neueröffnung des sanierten Graswegs gekommen, als Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber die Straße wieder seiner Bestimmung übergab. Sehr zur Freude der Anwohner.

Ringsheim. Nahezu alle waren versammelt, nachdem sie ein halbes Jahr lang zum Teil gravierende Einschränkungen hinnehmen mussten. Sie profitieren aber auch von der Maßnahme, denn im Zuge der Sanierung wurden private Hausanschlüsse und Grundstückszufahrten gegen Kostenbeteiligung ebenfalls erneuert. Gemeinderäte, Vertreter der beteiligten Firmen und Alt-Bürgermeister Heinrich Dixa waren ebenfalls unter den Gästen.

Der Grasweg galt in Ringsheim lange als eine der schlechtesten Straßen, weshalb schon 2017, noch unter Dixa, die Sanierung auf der Agenda stand. Nun war es an Nachfolger Weber vor der Eröffnung ein gelbes Band – in der Mitte eine Schleife – über die Straße zu spannen, um es wenig später mit Gästen zu zerteilen, als Symbol zur Freigabe der Straße.

Größere Überraschungen im Boden bleiben aus

Die Maßnahme habe aufgrund der bestehenden Straßenstruktur einer langen Vorplanung bedurft, viele Gespräche mit den Anwohnern über die zukünftige Straßenführung und der Neuordnung von Hofzufahrten habe man zusammen mit Planerin Daniela Misera vom gleichnamigen Büro aus Freiburg geführt, sagte Weber. Die Regenrinne wurde wegen der unterschiedlichen Höhenverhältnisse in der Mitte der Straße geplant. Der anderthalb Meter breite Gehweg auf der Ostseite ist barrierefrei gestaltet. Große Überraschungen im Untergrund blieben aus, nur wenig belastetes Material bedurfte einer Sonderbehandlung. Der Verlegung der Fernwärmeleitung in den Grasweg hatte der Gemeinderat aus wirtschaftlichen Gründen nicht zugestimmt, weil zu wenige Anwohner zur Nutzung bereit gewesen wären, wie Bürgermeister Weber schon im Voraus betonte. Die Verlegung hätte im Rahmen der Tiefbaumaßnahmen erfolgen können.

Trotz Lärm, Dreck und Bagger über ein halbes Jahr waren am Ende alle, besonders aber natürlich die Anwohner, zufrieden. Diese hatten alles mit viel Geduld ertragen, die Straßensperrung wurde nicht nur einmal als Partyzone genutzt. Die Zusammenarbeit zwischen Anwohnern, Gemeinderat, Planerin und der ausführenden Firma Pontiggia aus Waldkirich-Kollnau sei so gut gewesen, wie man es selten erlebe, meinte Rathauschef Weber.

Laut Bürgermeister Weber blieben die Arbeiten im Grasweg unter dem Kostenansatz. Noch sei nicht alles abgerechnet, aber man werde voraussichtlich mit weniger Geld auskommen als den veranschlagten 1,2 Millionen Euro. 3500 Quadratmeter Fläche habe man neu gebaut, was Kosten von rund 350 Euro pro Quadratmeter bedeutet.

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