Ringsheim Einstimmig für nördlichen Grasweg

Hier kommt der neue Ringsheimer Bauhof: Der Gemeinderat stimmte am Dienstag für den Standort im nördlichen Grasweg an den Tabakschöpfen.Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Der neue Bauhof kommt in den nördlichen Grasweg bei den Tabakschöpfen. Das hat der Ringsheimer Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Die Kosten sollen zwischen einer und 1,3 Millionen Euro liegen.

Ringsheim. Große Nachfragen gab es zum Standort des neuen Bauhofs nicht mehr. Thomas Maurer von der CDU wollte wissen, ob das beauftragte Kippenheimer Planungsbüro Mathis und Jägle Erfahrungen mit Bauhöfen haben. "Ja, das haben sie", versicherte Rathauschef Pascal Weber. Wenn auch bislang nur mit privaten Vorhaben.

Ansonsten wurde im Vorfeld der Abstimmung von Seiten des Gemeinderats so viel wie möglich unternommen, um einen bestmöglichen Standort für den neuen Bauhof zu finden, wie Weber nochmals verdeutlichte. Ihm war es dabei wichtig klarzustellen, dass der neue Bauhof im nördlichen Grasweg ein neues Feuerwehrhaus nicht ausschließe. Sollte sich der Gemeinderat beim neuen Gerätehaus in seiner Sondersitzung am kommenden Dienstag, 30. Juni, ebenfalls für den Standort im nördlichen Grasweg entscheiden, so sei für beide Gebäude "genügend Platz" da (wir berichteten).

Allerdings machte der Bürgermeister auch deutlich, dass ein gemeinsames Gebäude nicht unbedingt das Ziel sei. "Uns war wichtig, eine große Halle mit wenig Unterteilungen zu bekommen", sagte Weber.

Konkrete Kosten für den neuen Bauhof stehen nach Aussagen des Bürgermeisters aktuell noch nicht fest. Er gehe aber von einer Summe von einer bis 1,3 Millionen Euro aus, sagt er. Dabei möchte die Gemeinde das Projekt auch über Zuschüsse finanzieren. Denkbar wäre hier der Fördertopf "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum". Unklar ist allerdings laut Weber noch, "wie gefüllt die Töpfe überhaupt sind". Eine Voraussetzung für die Förderung sei eine Nachnutzung des aktuellen Standorts des Bauhofs im Grasweg 4. Und weil dort eine Sanierung nicht mehr rentabel sei, komme eigentlich nur ein Abriss und ein späterer Neubau infrage, erklärte der Bürgermeister. An dieser Stelle soll zukünftig dann neuer Wohnraum geschaffen werden. Bis Oktober dieses Jahres müsse der Förderantrag eingereicht werden. Zuvor muss dieser noch vom Gemeinderat genehmigt werden.

Wechsel bei der Baukommission

Im Rahmen der Gemeinderatssitzung wurde außerdem über die Umbesetzung der Baukommission "Bauhof" und "Feuerwehrhaus" abgestimmt. Der Bauunternehmer Wolfgang Weber (CDU) darf in der Kommission bleiben, bis er als Bewerber ein Angebot anfordert. Das habe die Kommunalaufsicht beim Landratsamt telefonisch bestätigt. Ab Leistungsphase fünf, der Ausschreibung, soll er dann wegen Befangenheit durch Thomas Maurer ersetzt werden. Mit sofortiger Wirkung ausscheiden aus der Baukommission wird dagegen Manfred Weber (Freie Wähler) als Nachbar des künftigen Baugrundstücks. Für ihn rückt Florian Broßmer (FW) nach.

In einer Sondersitzung am kommenden Dienstag, 30. Juni, wird der Gemeinderat ab 19 Uhr in der Kahlenberghalle über den Standort des neuen Feuerwehrhauses entscheiden. Dabei empfiehlt die Verwaltung den Standort "Südlich der Kahlenberghalle" mit einer Zu- und Abfahrtsmöglichkeit auf die Brücke "Hauptstraße". Eine Höhensimulation am bevorzugten Bauplatz soll bis dahin Interessierten eine Vorstellung zu Gestaltung, Verlauf und Höhenlage der Auffahrrampe sowie zur Größe des Feuerwehrhauses vermitteln.

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