Ringsheim Ein persönliches Zeichen der Dankbarkeit

Ein Mann der Tat: Hilmar Weber aus Ringsheim schenkte der Gemeinde eine Bank und sanierte sie selbst.Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Ringsheim (mut). Anlässlich des Besuchs von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2011 in Freiburg wurden 5000 "Papst-Bänke" zum Einzelpreis von 500 Euro angeboten. Der Ringsheimer Unternehmer und Unterstützer von Kulturdenkmälern, Hilmar Weber, erwarb damals die Bank Nummer 1216 und schenkte sie der Gemeinde.

Weber übernahm damals auch die Kosten für den Transport und die Aufstellung an exponierter Stelle auf der Anhöhe der Ringsheimer Erzstraße, unterhalb des Tierparks der Deponie Kahlenberg. Wanderer und Spaziergänger haben von der Bank einen weiten Blick in das Rheintal bis hinüber in die Vogesen. Bei gutem Wetter ist die Hochkönigsburg oberhalb des elsässischen Städtchen Kinztheim zu sehen.

2011 hat er viel Zeit zum Nachdenken

Mit den Jahren setzte die Verwitterung der Bank zu und wieder ist es Weber, der die Papstbank mit einer neuen Sitzauflage aus witterungsbeständigen Brettern sanierte. Weber war aber auch an anderer Stelle für den Erhalt von Kulturdenkmälern tätig.

Während eines Krankenhausaufenthalts in Ettenheim im Jahre 2011 habe er viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Dort fiel ihm die sanierungsbedürftige Elisabethenstatue mit Kind auf der Nordseite der Dachterrasse auf.

Weber, schon zu Berufszeiten ein Mann der Tat, zögerte nicht lange und sanierte mit dem Einverständnis von Bürgermeister Bruno Metz und der Krankenhausleitung das Denkmal. Die Feuerwehr Ettenheim kam ihm mit der Drehleiter zu Hilfe. Dass Weber die Restaurierung auf eigene Kosten machte, begründete er damals mit der Tatsache, dass er mit der Behandlung und Betreuung im Krankenhaus sehr zufrieden gewesen sei. Die Renovierung der Statue sei sein persönliches Zeichen des Dankes. Stets zu Gange war und ist Hilmar Weber, wenn es unter der Leitung des Kulturkreises um Sanierungsmaßnahmen des Ringsheimer Kleinodes Johanneskapelle geht. Dort hat er durch seine Fachkenntnisse als ehemaliger Beton- und Terazzohersteller auch dafür gesorgt, dass die Sanierung kostengünstiger durchgeführt werden konnte.

Das private Wegkreuz in der Limbach hat Weber ebenfalls saniert. Mit seinen 82 Jahren verspricht er: "Ich hab’ noch Einiges vor."

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