Ringsheim Drei Tage Traumwetter zum Feiern

Sonne pur, aber eine Spur zu heiß – so könnte man den Verlauf des dreitägigen 41. Wein- und Gassenfestes zusammenfassen, das am Montagabend während einer lauen Sommernacht zu Ende gegangen ist.

Ringsheim. Brütend heiß war es bei der Ferienquizverlosung auf dem Rathausplatz, von vielen Kindern herbeigesehnt, wo Eintrittskarten für den Europa-Park zu gewinnen waren. Nicht nur der Eisverkäufer auf dem Kirch- und Rathausplatz hatten über die Festtage alle Hände voll zu tun, alle Lauben waren während der Essenszeiten am Mittag und am Abend voll besetzt und das ganze Servicepersonal kam mächtig ins Schwitzen.

Mit Einbruch der Dunkelheit spielte sich das Geschehen in der Hauptsache an den Getränkeständen auf den Straßen ab. Die Musikgruppen hielten die Stimmung bei den Besuchern hoch. An zwei Tagen hielt am Abend die "Cantina-Band" unter der Leitung von Udo Goldschmidt die Gäste bei Laune, zum Frühschoppen am Sonntagvormittag waren es die "Feschdli-Bloser" aus Grafenhausen, die mit einem unerschöpflichen Repertoire aus Marsch, Polka, Rock oder Pop alle Geschmäcker bedienten. Besondere Aufmerksamkeit wurde der "Skyline-Band" mit der Ringsheimer Sängerin Sabrina Hog am Sonntagabend zuteil. Rund 20 Helfer sorgten in der provisorischen Musikerküche dafür, dass schmackhafte Speisen auf den Tisch kamen.

Rindfleisch mit Meerrettichsoße ist das traditionelle Gericht der Musiker. Für die richtige Schärfe der Soße ist dort seit zehn Jahren Kuno Kölble zuständig. Einst war er aktiver Musiker, heute ist er noch im Vorstand des Vereins tätig. Etwa 50 bis 70 Liter Meerrettichsoße verfeinerte Kölble, die von der heimischen Metzgerei angelieferte Rohsoße während einer Schicht. Sie darf nicht zu scharf aber auch nicht zu mild sein, in der Nase muss die Soße kitzeln, wenn Tränen kommen, sei sie zu scharf, informiert der Fachmann. Am Abend hat Kölbe nach eigenen Angaben rund ein Liter Soße beim Abschmecken selbst probiert.

Narrenzunft hilft bereitwillig mit neuem Kühlschrank aus

Der Begriff "Vereinsgemeinschaft" steht in Ringsheim nicht nur auf dem Papier, er wird gelebt, was sich gerade beim größten Fest des Jahres immer wieder zeigt. Wenn irgendwo ein Problem auftaucht, helfen sich die Vereine wie selbstverständlich aus. So zum Beispiel als bei der Albigny-Laube der Kühlschrank schlapp machte und einmal der Strom ausfiel. Die Kollegen der Narrenzunft waren sofort zur Stelle, brachten einen neuen Kühlschrank und legten später eine Stromleitung.

Gespannt warteten Kinder am Montagmittag auf die Verlosung aus dem Quiz des 22. Ringsheimer Ferienprogrammes, das mit der Nachtwanderung auf den Heuberg am 27. Juli begann und am 30. August mit dem Thema "Triff den Bürgermeister" zu Ende geht. Bürgermeister Weber dankte allen Vereinen, Privatpersonen, Firmen und Unterstützern sowie seiner Mitarbeiterin Melanie Kaufmann, die an Gestaltung und Durchführung der Verlosung beteiligt waren.

Die Teilnehmer des Ferienprogramms konnten auch dieses Jahr wieder bei einem Quiz mitmachen. Die Lose wurden von der "Losfee" Philipp Maurer von der Gemeindeverwaltung gezogen. Sechs Eintrittskarten für den Europa-Park und Trostpreise wurden vergeben. Der erste Preis ging an das Mädchen Teresa. Bei dem Quiz mussten die Teilnehmer vier Fragen beantworten, darunter etwa, seit wie vielen Jahren die Partnerschaft mit Albigny besteht.

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