Ringsheim Das Programm zum Jubiläum

Beim einwöchigen Besuch französischer Kinder 2009 in Ringsheim stand ein Besuch des europäischen Parlaments in Straßburg auf dem Programm. Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Die Gemeinde Ringsheim feiert am Wochenende, 5. und 6. Oktober, zusammen mit Freunden aus der französischen Partnergemeinde Albigny-sur-Saône, das 25-jährige Jubiläum. Im vergangenen Jahr wurde das Bestehen bereits in Albigny gefeiert.

  Samstag, 5. Oktober: 14 Uhr: Empfang von 126 Gästen aus Albigny auf dem Rathausplatz. Ringsheimer Gastgeber nehmen ihre Gäste in Empfang. 18 Uhr: Empfang im Bürgerhaus, ab 19 Uhr Abendessen mit Programm  Sonntag, 6. Oktober: 9.30 Uhr: Wanderung durch die Weinreben; 12 Uhr: Die Gemeinde lädt die Bevölkerung zum öffentlichen Mittagessen in das Bürgerhaus ein. Es unterhalten die Musikkapelle Ringsheim und die Country-Tanzgruppe aus Albigny/sur Saône.

Ringsheim. Die offizielle Besiegelung der Partnerschaft erfolgte 1993 in Albigny und 1994 in Ringsheim. Altbürgermeister Heinrich Dixa war seit diesem Zeitpunkt ein stetiger Förderer und Unterstützer der Partnerschaft. Die ersten Kontakte wurden bereits ab August 1989 mit gegenseitigen Besuchen geknüpft, 1992 wurde der Freundeskreis gegründet, in Albigny war es das Partnerschaftskomitee.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde und mit Unterstützung des EU-Parlaments in Straßburg fanden in den Folgejahren viele Begegnungen von Bürgern statt. Bei mehreren einwöchigen gegenseitigen Begegnungen von Schülern, Jugendlichen und von Seniorengruppen gab es Einblicke in das Leben der anderen Gemeinde. Auch Ringsheimer Vereine interessierten sich für die Partnergemeinde. Besonders die Ringsheimer Musikkapelle begeisterte die Albignyolesen immer wieder mit musikalischer Unterhaltung. Regelmäßig beteiligt sich das Partnerschaftskomitee aus Albigny mit einem Weinstand beim Ringsheimer Wein- und Gassenfest.

Sogar im Boot werden die Partnergemeinden teilweise besucht

Auch am Ringsheimer Fasnachtsbrauchtum beteiligten sich die französischen Gäste. Als äußeres Zeichen der Verbundenheit wurden in Ringsheim der Albigny-Brunnen in der Hauptstraße und die Albigny-Straße der Partnergemeinde gewidmet. Ein Gastgeschenk der Ringsheimer war ein Kastanienbaum, der in der Dorfmitte von Albigny gepflanzt wurde.

Runde Jubiläen waren jeweils Anlass zu gegenseitigen Besuchen um miteinander zu feiern. Lange bevor der Klimawandel politisch in den Fokus rückte, setzten die Bürger der beiden Gemeinden bereits ihre Zeichen. Mit Booten, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, also nahezu CO2-frei, wurden zum Teil mehrtägige Touren zu den Partnergemeinden unternommen. Die Reisen der Kindergruppen erfolgten immer mit dem Zug. Regelmäßig trafen sich die beiden Partnerschaftskomitees, um weitere Begegnungen und Aktionen zu planen.

Ein Höhepunkt für die französischen Kinder war im Rahmen des einwöchigen Aufenthalts der Besuch im Europa-Park und der Tagesausflug nach Straßburg in das europäische Parlament. Die beiden Bürgermeister, Jean-Paul Colin aus Albigny und Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber, übernahmen das Erbe ihrer Amtsvorgänger Henry Saint-Pierre und Heinrich Dixa, die deutsch-französische Freundschaft auch in schwierigeren Zeiten pflegen und fördern.

Bürgermeister und Verwaltung unterstützten von Beginn der Partnerschaft an die beiden Partnerschaftskomitees mit ihren Vorsitzenden Marie-Helen Meier (Albigny) und Christa Mutz (Ringsheim).

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