Ringsheim Auftritte lassen keine Wünsche offen

Das Doppelkonzert der Musikkapelle Ringsheim und dem Musikverein Kurkapelle Schonach hat für viel Begeisterung bei den Besuchern im voll besetzen Bürgerhaus gesorgt. Das passende Motto: "Tanne trifft Rebe".

Ringsheim. Noch etwas schüchtern präsentierten sich die Musiker der Jugendkapelle auf der Bühne, die unter der Leitung von Gerd Furtwängler mit drei Vorträgen einen kleinen Leistungsnachweis lieferten. "Beginning together", "The little Magyr" und "Highlights from Mary Poppins" wurden mit viel Applaus belohnt.

Zusammenrücken war angesagt, als sich der Musikverein Schonach unter dem jungen Dirigenten Markus Kammerer mit großer und besonders jugendlicher Besetzung auf der Bühne positionierte. Nachwuchssorgen habe man nicht im Verein, sagte Ehrenvorsitzender Joachim Müller.

Mit "Sedona" zeigten die Schwarzwälder ein hohes Blasmusik-Niveau. "Last Letter from Murdoch" beschrieb musikalisch die Geschichte des ersten Offiziers der Titanic. Lebhaft mit unterschiedlichen Rhythmen, von Barock bis Jazz, wurde die Erzählung "Concerto d’Amore" intoniert. Nach dem "Liverpool Sound Collection" erinnerten die Musiker mit dem Konzertmarsch "Anno Neun" an den Tiroler Freiheitskampf von 1809. Sehr kraftvoll und gekonnt war die Zugabe mit "Music" von John Miles.

Feurig, aber auch melancholisch

Unterstützt von Gastspielern bot die Ringsheimer Kapelle unter der Leitung von Gerd Furtwängler eine nicht minder starke Leistung. Mit dem Marsch "Viterbo" eröffneten sie ihr Programm. "Israeli Folk Song" von der rumänischen Komponistin Eva Fodor ist eine Mischung aus Instrumentalmusik, Gesang und Bodypercussion, in der die jüdische Musik und Folklore deutlich zum Ausdruck kommen. Es zeigte sich, dass die Ringsheimer Musik und Rhythmus im Blut haben.

Ganz klassisch und wohlklingend ging es weiter mit dem Straußwalzer aus der Operette "Rosen aus dem Süden". Ganz anders der "Libertango" mit feurigen, aber auch melancholischen Klängen und einigen Jazz-Elementen. Weiter ging die Reise nach Paris mit "Highlights from Moulin Rouge". Verschiedene Szenen aus der Filmmusik wurden mit "Trailer-Musik" dargestellt.

Das Publikum honorierte mit großem lang anhaltendem Applaus die überzeugenden Leisungen der Ringsheimer Musiker und der Gastkapelle aus Schonach honoriert. Mit einer Böhmischen Polka, einem Standardwerk der Blasmusik, sowie dem vorweihnachtlichen Stück "Little Drummer Boy" gab es von der Ringsheimer Kapelle gleich zwei Zugaben.

Bürgermeister Pascal Weber, zugleich Präsident der Musikkapelle, ernannte Klaus Steenken und Harald Sauter zu Ehrenmitgliedern der Ringsheimer Kappelle. Beide sind seit 40 Jahren aktive Musiker und übernahmen Verantwortung in der Vorstandschaft. Steenken ist seit zehn Jahren Vorsitzender. Für ihre Verdienste gab es zusätzlich die goldene Ehrennadel des deutschen Blasmusikverbands.

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