Rheinhausen Zum Löschen wird der Angelsee angezapft

Auch der Drehleiterwagen aus Herbolzheim kam bei der Übung am Anglerheim in Oberhausen zum Einsatz. Foto: Meier

Rheinhausen (kat). Die Feuerwehr hat ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt und viel Lob geerntet: Am Mittwoch vergangener Woche fand im und am Anglerheim eine unangekündigte Nachtalarmübung statt. Unter den wachsamen Augen von Herbolzheims Kommandanten Martin Hämmerle, der Kreisbrandmeister Jörg Berger vertrat, Rheinhausens Kommandant Thorsten Heckel, Bürgermeister Jürgen Louis, Gemeinderäten und zahlreichen Bürgern mussten die Wehrleute einen fiktiven Brand unter Kontrolle bringen, der nicht nur das Gebäude, sondern auch die umliegende Vegetation des Taubergießens gefährdete.

 

Martin Hämmerle lobte die Rheinhausener Kameraden als "gut aufgestellt und gut ausgebildet". Ebenfalls positiv bewertete Hämmerle die gute Zusammenarbeit beider Wehren. Auch Thorsten Heckel zeigte sich sehr zufrieden. Dass auf die hiesigen Feuerwehrleute Verlass sei, hob auch Louis in seiner Rede hervor. Er bedankte sich vor allem für die große Bereitschaft, diesen ehrenamtlichen Dienst auszuüben.

Die Übungsannahme ging von einem Brand des Anglerheims aus. Eine verletzte Person befindet sich im Freien und zwei weitere im Gebäude. Nur wenige Minuten nach der Alarmierung war das Martinshorn zu hören. Um die Situation realistischer und auch schwieriger zu gestalten, wurde mithilfe von Nebelmaschinen dichter Rauch erzeugt. Während der Löschangriff vorbereitet wurde, gingen mehrere Atemschutz-träger in das Gebäude und evakuierten die vermissten Personen, die sogleich medizinisch versorgt wurden. Unterdessen forderte der Einsatzleiter die Drehleiter der Feuerwehr Herbolzheim an. Da in der Nähe kein Hydrant zur Verfügung stand, wurde eine Löschwasserleitung zum Angelsee gelegt. In der Manöverkritik gab Hämmerle den Tipp, auch die im zweiten Fahrzeug befindlichen 1000 Liter Löschwasser zu verwenden und nicht nur die 2500 Liter im ersten Fahrzeug.

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