Rheinhausen Umweltschutz vor der Haustür

Rheinhausen. "Ein bisschen Umweltschutz direkt vor der Haustüre" – unter diesem Motto lud der Arbeitskreis Umweltschutz Rheinhausen die Bevölkerung zur Bachputze ein. Rund 30 engagierte Bürger krempelten die Ärmel hoch und machten mit. Die Arbeit hatte sich gelohnt, Unmenge von Müll konnten aus Rheinhausens Bächen gefischt und aus dem Wald, den Wiesen und den Feldern eingesammelt werden. Autoreifen, Elektroschrott, Rucksäcke, kaputte Fahrräder, Kleidung und vor allem Plastikmüll stapelten sich zuhauf. Der Müll wurde von den Sammlern so gut es geht getrennt und in Müllsäcken auf die Anhänger geladen. Alles wird nun ordnungsgemäß entsorgt. "Wir haben wirklich sehr viel Plastikmüll gefunden" bemerkt Julian Elison, Mitglied des AK Umweltschutz. Darunter Verpackungsmüll, aber auch Einkaufskörbe, Tüten, Einweggeschirr oder Spielzeug.

Vier Stunden lang im Einsatz

Elison machte sich mit den freiwilligen Helfern im Naturschutzgebiet Taubergießen an die Arbeit. Rund vier Stunden waren sie dort zu Wasser und an Land im Einsatz. Um auch unwegsame Stellen vom Wasser aus erreichen zu können, an denen sich besonders viel Müll angesammelt hatte, stellten hiesige Mitglieder der Fischerzunft ihre Holzboote zur Verfügung und halfen auch tatkräftig beim Einsammeln.

Genau so erfolgreich wie zu Wasser waren die Müllsammler in den Feldern und Wiesen. Auch hier gab es viel Unrat, der zum Teil achtlos auf den Boden geschmissen worden war anstatt in den nächsten Mülleimer. "Es ist erschreckend, wenn man sich die Müllberge ansieht", erklärte Anton Kossmann, Gemeinderat und Mitglied der Fischerzunft. Er sei froh, dass sich Rheinhausener Bürger in Sachen Umweltschutz engagieren und nicht wegschauen, sondern mitanpacken. Beim Betrachten der Müllberge auf den Anhängern mag man es sich nicht ausmalen, wo der Müll gelandet wäre, würde er nicht eingesammelt worden sein.

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