Rheinhausen Spenderrückgang trotz hohem Bedarf

IIm Gespräch mit dem Kurier erzählt der Bereitschaftsleiter des DRK Ortvereins Herbolzheim Andreas Dietrich was mit dem gespendeten Blut passiert. Foto: Meier Foto: Lahrer Zeitung

Rheinhausen. Blut spenden rettet Leben. Am Montag hat der DRK Ortsverein Herbolzheim einen Blutspendetermin im Bürgerhaus in Rheinhausen veranstaltet. Der Kurier sprach mit dem Bereitschaftsleiter Andreas Dietrich darüber, wie wichtig es ist seinen Lebenssaft zu geben. Denn Blut kann nicht künstlich hergestellt werden.

Wie lange veranstaltet der Ortsverein Herbolzheim bereits Blutspendeaktionen?

Der Ortsverein Herbolzheim unterstützt den DRK-Blutspendedienst seit 1959 bei der Durchführung von Blutspendeterminen in Herbolzheim. Seit 2009 auch in Rheinhausen. Meist findet der Termin in Rheinhausen im Februar oder März und in Herbolzheim im Mai und November statt.

Wohin genau gehen die Spenden?

Jede Vollblutspende wird in einem aufwendigen Prozess in seine Blutbestandteile aufgeteilt. So entstehen drei Blutpräparate, die es ermöglichen, Patienten genau das zu geben, was sie benötigen. Innerhalb 24 Stunden stehen die so aufbereiteten und getesteten Blutprodukte an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr für den Transport in die Krankenhäuser bereit.

Gibt es noch genügend Menschen, die vorbei kommen, um ihr Blut zu spenden?

Die Entwicklung der Medizin hat in den vergangenen Jahrzehnten zu enormen Bedarfssteigerungen bei Blutpräparaten geführt. Gleichzeitig sind die Zahlen der Spender rückläufig. Bei den Spendeterminen in Rheinhausen und Herbolzheim liegen die Spenderzahlen im Schnitt in den vergangenen zehn Jahren gleich. Rheinhausen zählt 100 bis 120, Herbolzheim 180 bis 200 Spender. Faktoren wie Urlaubszeit, Krankheitswellen sowie mehrere Spendentermine im gleichen Zeitraum in den umliegenden Gemeinden können auch dazu führen, dass weniger Spender kommen. Die Zahlen unserer Erstspenden sind immer sehr erfreulich. Das ist eine gute Entwicklung. Im Schnitt sind es immer zwischen zehn bis zwanzig Menschen pro Termin, die das erste Mal bei uns sind. Viele von ihnen kommen auch wieder.

Blutspenden lohnt sich und zwar in doppelter Hinsicht, richtig?

Ja, genau! Mit unserer Blutspende können wir Leben retten. Blut kann nicht künstlich hergestellt werden. Patienten sind auf das gespendete Blut angewiesen. Jede Blutspende ist gleichzeitig auch ein Gesundheitscheck. Bei der ärztlichen Voruntersuchung wird die Temperatur gemessen und der Blutdruck kontrolliert. Zudem wird vor jeder Blutspende der Hämoglobinwert getestet. Jede Blutspende wird dann vom DRK-Blutspendedienst im Labor auf verschiedene Krankheiten untersucht. Sollte es bei dieser Untersuchung zu Auffälligkeiten kommen, wird der Spender schriftlich informiert. Fragen: Katrin Meier

Die nächste Gelegenheit Blut zu spenden ist in Herbolzheim am 7. Mai. Spenden kann jeder Gesunde von 18 Jahren bis zum 73. Geburtstag. Erstspender dürfen jedoch nicht älter als 64 Jahre sein. Mit Anmeldung, Untersuchung und anschließendem Imbiss sollte eine gute Stunde Zeit eingeplant werden. Mitgebracht werden sollte der Personalausweis.

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