Rheinhausen Mehr als 5000 gegen ökologische Flutungen

Stolz über das Engagement der Bürger: Insgesamt 5212 Einwendungen präsentierten die Vertreter der vier Gemeinden sowie der Vorsitzende der Bürgerinitiative am Dienstag im Landratsamt Emmendingen. Foto: Sadowski Foto: Lahrer Zeitung

Emmendingen. Stolz präsentierte Weisweils Bürgermeister Michael Baumann am Dienstag im Emmendinger Landratsamt (LRA) im Beisein von Vertretern der Bürgerinitiative die Zahl der Einwendungen zum Polderverfahren Wyhl/Weisweil.

Nach ersten Rechnungen wurden 5212 Einwendungen (Rheinhausen 1227, Weisweil 1338, Wyhl 2047 und Sasbach 600) von Privatleuten eingereicht. Rechne man die Einwohnerzahlen der vier beteiligten Gemeinden von Rheinhausen, Wyhl, Weisweil und Sasbach zusammen, stehe die Zahl fast für die gesamte Bevölkerung, freute sich Rheinhausens Bürgermeister Jürgen Louis. Das zeige, wie groß die Abneigung der Bevölkerung gegen die ökologischen Flutungen sei. Landrat Hanno Hurth zeigte sich ebenfalls vom Engagement der Bürger beeindruckt.

Der nächste Schritt liege nun beim Landratsamt, dass sich in die Einwendungen der Bürger "einarbeiten" und diese "studieren" werde. Eigens dafür sei eine Projektgruppe gebildet worden. Im Anschluss übergibt das LRA die Unterlagen an das Regierungspräsidium, die laut Hurth auch die Möglichkeit bekommen, sich damit zu beschäftigen und eine Stellungnahme abzugeben. Danach wird es die Aufgabe des LRA sein, einen Termin mit allen Vertretern zu Diskussion und Austausch zu finden. Dieser sei im nächsten Jahr geplant.

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