Rheinhausen Interesse an einem Treff ist groß

Bei dem Ideentreff der Gemeinde Rheinhausen sammelten die Jugendlichen Vorschläge wie ein geeigneter Treffpunkt aussehen könnte. Foto: Meier Foto: Lahrer Zeitung

Gibt es in Rheinhausen bald einen Jugendtreff? Die Arbeitsgemeinschaft Jugend des Gemeinderats hatte alle Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren zu einem Ideentreff ins Bürgerhaus eingeladen. Rund 35 Jugendliche nahmen teil.

Rheinhausen. Ein Blick zurück: Eine der ersten Amtshandlungen des neuen Gemeinderats war eine Fahrradtour durch die Gemeinde mit Halt an unterschiedlichen Stellen, wo in naher Zukunft Investitionsbedarf besteht oder wo die Verwaltung auch Handlungsbedarf sieht. Eine der Stationen war der Abenteuerspielplatz am Ortseingang im Ortsteil Oberhausen. Der dortige Bolzplatz wird aufgrund seines Zustands kaum genutzt, das Holzklettergerüst und die Rutsche sind für Kleinkinder gedacht. An der Stelle merkten die Gemeinderäte Liane Wacker, Nicole Schönstein und Daniel Hiller an, dass generell für Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren kein geeigneter Treffpunkt existiert. Aus eigener Erfahrung berichtete Daniel Hiller, dass sich seine Töchter immer nur beim Bäcker getroffen haben aufgrund mangelnder Alternativen. Daraufhin beauftrage Bürgermeister Jürgen Louis die drei Gemeinderäte, sich dem Thema anzunehmen und Optionen dahingehend auszuloten.

"In der neuen AG Jugend herrschte sogleich Konsens darüber, dass man hier zuallererst einmal die Jugendlichen selbst befragen sollte, ob überhaupt eine große Zahl Interesse an einem solchen Treffpunkt hat", so Hiller im Gespräch mit unserer Zeitung.

Was wollen die Jugendlichen?

Und so kam die Idee zu einem Jugendtreff einzuladen. Dieser hat zum Ziel zwei Dinge herauszufinden: Die erste ist, wie viel Interesse besteht an einem solchen Treffpunkt. Die zweite Frage umfasste konkret drei Dinge: Wie müsste ein solcher Treffpunkt aussehen? Was sollte darin möglich sein beziehungsweise angeboten werden und zur Verfügung stehen? Und wer aus dem Kreis der Jugendlichen und darüber hinaus wäre bereit, auf dem Weg hin zur Realisierung und danach auch aktiv mit Verantwortung zu übernehmen. "An diesen drei W-Thementischen, die von kleineren Gruppen für jeweils 15 Minuten besucht wurden, konnten alle Jugendlichen zu allen drei Themen ihre Ideen und Vorstellungen einbringen", erklärt Hiller.

Bezüglich des "Wie" herrschte dann ein recht breiter Konsens darüber, dass ein solcher Treffpunkt schon eine ordentliche Größe haben sollte, um den verschiedenen Altersgruppen auch gleichzeitig Raum zu bieten – trotz ihrer jeweils unterschiedlichen Interessen und musikalischen Vorlieben. Des Weiteren wurde von vielen der Wunsch geäußert, den Raum auch selbst mitgestalten zu können.

Hinsichtlich der "Was-Frage" kamen sehr unterschiedliche Wünsche, diese reichten von einem Tischkicker, über Musikanlage bis hin zu WLAN. Interessant war auch, dass beinahe alle Jugendlichen betonten, eine Verfügbarkeit am Wochenende wäre ihnen wichtig. Unter der Woche sei man ohnehin schon "voll zu" mit Terminen, um es im Wortlaut eines 15-Jährigen zu sagen.

Sehr erfreulich aus Gemeindesicht sei die Tatsache gewesen, dass sich gleich mehrere Gruppen bereit erklärten, für einen solchen Treff auf längerfristige Verantwortung zu übernehmen.

Die Ergebnisse des Ideentreffs wurden von der AG Jugend aufbereitet und bei der zweitägigen Klausurtagung des gesamten Gemeinderats besprochen. Dort sollte auch über die Realisierungsmöglichkeiten eines solchen Treffpunkts diskutiert werden, inklusive der Frage, in welchem finanziellen Rahmen man so etwas umsetzen könnte. Ein weiteres Treffen mit den Jugendlichen ist nach den Weihnachtsferien geplant.

  • Bewertung
    0