Rheinhausen Betreutes Wohnen bezugsfertig

Nach einem Jahr Bauzeit ist es so weit: Das "Service-Wohnen Rheinhausen mit ambulantem Pflegedienst" ist offiziell an den Betreiber übergeben worden. Damit ist ein weiterer Baustein des Versorgungszentrums in der Ortsmitte fertiggestellt.

Rheinhausen. Die 14 Wohnungen, auf Wunsch mit Betreuung, sollen es älteren Menschen erlauben, möglichst lange selbstständig zu bleiben. Sie können sich eine der Wohnungen anmieten und dann ihre Pflege ganz nach Bedarf dazubuchen.

Die meisten Wohnungen sind 70 bis 80 Quadratmeter groß. Die größte umfasst 100, die kleinste 50 Quadratmeter. Bei der Umsetzung wurde auf Barrierefreiheit geachtet: "Keine Schwelle – auch im Bad – ist höher als zwei Zentimeter und die Türdurchgänge sowie die Raumaufteilung bieten ausreichend Platz, sodass man auch mit Rollstuhl gut agieren kann", betonte Karl-Rainer Kopf von der Kappis-Kopf-Gruppe, die das Gebäude geplant hat.

"Mit dem Service-Wohnen bieten wir neben der Pflegeeinrichtung im Mehr-Generationenhaus St. Josef gegenüber auch ein niedrigschwelligeres Angebot für Menschen, die nicht so pflegebedürftig sind", erklärte Thomas Dane vom Saarländischen Schwesternverband. Die beiden Einrichtungen des Betreibers ergänzen sich, sollen für jeden die passende Pflege in dem neuen Rheinhausener Ortszentrum bieten. Dem fehlt zu seiner Fertigstellung nun noch das neue Therapiezen­trum mit Tagespflege, Apotheke, Physiotherapiepraxis und Allgemeinmediziner, wie Bürgermeister Jürgen Louis sagte. Der Spatenstich dafür sei noch dieses Jahr geplant.

3,1 Millionen hat der Bau des neuen Service-Wohnen gekostet. Vier seiner Wohnungen sind bereits vermietet, zwei weitere werden im Oktober bezogen – und sie scheinen auf positive Resonanz zu stoßen: "Mir gefällt es wunderbar. Ich habe mich schnell eingewöhnt", erklärte etwa die 79-jährige Rosa Maurer, die im Juli eingezogen ist.

Zur Übergabe gab es auch Geschenke. Die Kappis-Kopf-Gruppe übergab Betreiber und Mietern ein Bild, das an der Eduard-Spranger-Schule in Emmendingen entstanden war und einen Wasserfall sowie das Leben an sich darstellt. Bürgermeister Jürgen Louis hingegen lud Architekten, Betreiber und Mieter auf den 10. Oktober zu einem Essen ins Café de la Vida ein

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