Rheinhausen An Petra vorbei in den Himmel

Bei ihrem "etwas anderer Kinobesuch" hatte die Frauengeneinschaft die Lacher auf ihrer Seite (von links): Stefanie Metzger, Anita Schill, Hannelore Metzger, Rosa Enghauser, Brigitte .Schröder und Gina Jäger Foto: Meier Foto: Lahrer Zeitung

Sie war der gelungene Auftakt der Rheinhausener Fasnacht: Die traditionelle Pfarrfasnacht lockte zahlreiche Besucher ins Bürgerhaus. Die Stimmung war prächtig, die Auftritte pointiert und die Gäste im vollbesetzten Festsaal prima gelaunt.

Rheinhausen. Charmant führten Heike Mutz und Reinhard Maurer als Vogelscheuchen verkleidet durch das kurzweilige, dreistündige Programm. An dessen Erfolg hatte einmal mehr die Frauengemeinschaft aus Niederhausen ihren Anteil. In ihren Sketchen und Büttenreden nahmen die Frauen den Kirchenalltag, die Männer und auch sich selbst auf’s Korn.

Den Auftakt des närrischen Mittags machte die junge Tanzgarde aus Weisweil unter Leitung von Bianca Disch. Danach führte Pia Metzger ihre Zuhörer in Sicherheitsanweisungen ein, ehe Pfarrer Stefan Meisert und sein Pastoralteam als Störche verkleidet den Kirchenalltag auf die Schippe nahmen.

Sehenswert war auch die Heim-OP: Doris Fleck, Pia Metzger, Ginia Jäger, Hannelore Metzger gaben alles um den Patienten (Rosa Enghauser) rundum zu versorgen.

"Wir sind, wie wir sind, und das ist gut so": Ganz unter diesem Motto sangen Heike Mutz und Ingrid Haag, in enge Sportkleidung gehüllt, ein Loblied auf Cellulitis. Zum ersten Mal bei der Pfarrfasnacht dabei war das Team des Bildungswerks: Unter Leitung von Liane Flamm gaben die Frauen einen schwungvollen Line-Dance zum Besten. Vom Wilden Westen ging es anschließend in den hohen Norden. Die Tanzgruppe Fasent Feed zeigte sich als tapfere Wikinger mit reichlich Taktgefühl.

Nach der Pause forderte der Musikverein Niederhausen mit Dirigent Thomas Hertweck zu einer Schunkelpartie auf, ehe die Mitglieder der Frauengemeinschaft in ihrem Sketch als "scheinheilige" Mitbürgerinnen alles taten, um an "Petra" vorbei in den Himmel zu kommen. Großartig war auch der Sketch "der etwas andere Kinobesuch". Danach brach Reinhard Maurer eine Lanze für die Männer im Saal und zählte auf, was einen richtigen Mann ausmache. Für Stimmung sorgten außerdem die Gruppe Dance United und die "Hüsemer Maidle" als Supergirls.

Der krönende Schlusspunkt waren einmal mehr die Trauerweiber (Mitglieder der Frauengemeinschaft), die in diesem Jahr ihr Zehnjähriges auf der Bühne feierten. Mit reichlich Wortwitz und treffenden Pointen nahmen sie den Dorf- und Kirchenalltag auf die Schippe. Das Publikum lauschte gebannt. Bleibt zu hoffen, dass es die Trauerweiber auch noch die nächsten zehn Jahre gibt.

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