Reichenbach Angst vor Mitgliederschwund

Der SC Kuhbach-Reichenbach möchte endlich auf einem Kunstrasen kicken. Der Hartplatz sei in einem desolaten Zustand. Foto: Vögele Foto: Lahrer Zeitung

Reichenbach (av). An Klarheit nicht zu überbieten ist der flammende Appell gewesen, den Vorsitzender Josef Schoubrenner für die Fußballer des SC Kuhbach-Reichenbach am Donnerstag an die Mitglieder der SPD-Gemeinderatsfraktion gerichtet hatte. Die Kommunalpolitiker hatten ihre Fraktionssitzung ins Sportheim verlegt, um sich die Bitten und Nöte der Fußballer anzuhören.

 

Unter dem Motto "Aus rot mach grün" setzt sich der Verein schon seit Längerem für den Bau eines Kunstrasenplatzes ein. Dieser sei für den Verein unverzichtbar geworden. Die 600 Mitglieder mit drei Senioren- und zehn Jugendmannschaften erbrächten ein großes ehrenamtliches Engagement. Doch fühlten sie sich von der Stadt im Stich gelassen, sieht man den veritablen Zuwachs von Rasenplätzen in der Innenstadt und den westlichen Stadtteilen.

Mitte September stellte der SC seinen Antrag an die Stadtverwaltung, da der aktuelle Platz inzwischen so schlecht geworden sei, dass er immer mehr zu einem Unfallrisiko geworden ist. Hierfür wurden rund 350 000 Euro angesetzt. Dazu komme, dass in den Wintermonaten überhaupt kein Ausweichplatz zur Verfügung steht und gerade Kindern und Jugendlichen kaum ein Angebot gemacht werden kann. Der Hartplatz sei Eltern zu risikoreich.

Walter Caroli von der SPD erklärte, dass es bei dem Gespräch am Donnerstag um eine Sondierung gehe, um die Wünsche und Sorgen der Vereine auszuloten. Es gebe keine Bevorzugung der Innenstadt oder anderer Stadtteile, betonte der Kommunalpolitiker. Seine Kollegen in der Fraktion sehen es als Verpflichtung an, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln das Optimum herauszuholen. Nur seien aufgrund der Landesgartenschau und der neu veröffentlichten Zahlen zum Umbau des Bahnhofs viele Gelder zweckgebunden.

Schoubrenner konterte, dass der Oberbürgermeister erklärt habe, dass wegen der Landesgartenschau keine normalen Aufgaben vernachlässigt werden dürfen. Es sei die große Sorge, dass viele Mitglieder wegen der schwierigen Platzverhältnisse abwandern und der Fußball dabei in Reichenbach und Kuhbach auf der Strecke bleibt. Mehr als gute Worte konnten die Kommunalpolitiker den Zuhörern des Vereins nicht anbieten: Sie würden sich dafür einsetzen, den Antrag auf den Kunstrasenplatz im Auge zu behalten.

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