Proteste in Hausach gehen weiter Unterschriftenaktion auf Wochenmarkt und Demo in Freiburg geplant

 Foto: Jehle

Hausach - Die Proteste gegen die Erzdiözese Freiburg gehen weiter. Die hat Pfarrer Christoph Nobs aus der Seelsorgeeinheit abberufen. Neben der Unterschriftenaktion auf dem Hausacher Wochenmarkt soll nun auch in Freiburg demonstriert werden.

Weitere 339 Menschen unterzeichneten die ausliegenden Listen. Mit den Unterschriften solidarisieren sie sich mit den Haupt- und Ehrenamtlichen in der katholischen Kirche, die die Vorgehensweise der Erzdiözese Freiburg kritisch sehen. Die Erzdiözese hatte entschieden, dass Pfarrer Christoph Nobs, der eher fortschrittliche Ansichten zu Glaube und Kirche vertritt, moderne Ansätze die Seelsorgeeinheit verlassen muss und beruft sich dabei auf eine nicht bestanden Probezeit. Insgesamt kamen auf den beiden Wochenmärkten dieses und das vergangene Wochenende mehr als 700 Unterschriften zusammen.

Weitere Aktionen sind geplant: am 20. Juli um 19.30 Uhr soll es ein Taizé-Gebet auf dem Kirchplatz geben. Am Freitag, 23. Juli, um 19.45 Uhr und am Sonntag, 25. Juli, um 19.30 findet jeweils unter dem Motto "Wir machen das Licht an" auf dem Kirchplatz. "Wir stellen uns auf dem Gehweg vor der Kirche an der Straße und um die Kirche herum auf und schweigen miteinander", wird in einer Mitteilung des Pfarrgemeinderats die Aktion beschrieben. Jeder soll ein Teelicht, eine Kerze oder Ähnliches mitbringen. Eine Maske sei zu tragen und der Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Verantwortlich für diese Aktion sind Beate und Manfred Schoch.

Am Dienstag, 27. Juli, um 29 Uhr demonstrieren die Haupt- und Ehrenamtlichen vor dem Ordinariat in Freiburg unter dem Motto "Wir sind hier und wir sind laut". "Wir werden innerhalb dieser Demo unsere Unterschriftenliste an den stellvertretenden Leiter der Hauptabteilung zwei der Erzdiözese Hauptabteilung übergeben", heißt es in der Mitteilung der Erzdiözese. "Damit wir Gehör finden, hoffen wir auf rege Beteiligung." Der Weg vom Parkhaus Schlossberg beziehungsweise Karlsbau sei mit 200 bis 300 Metern kurz und für jeden schaffbar. An der Ecke Herrenstraße/Schoferstraße soll es ein kleines Programm geben: So wurden Texte für einen Sprechchor vorbereitet, der vom Refrain des Liedes: "Laudato si" begleitet wird. Jeder bekommt vor Ort einen Programmzettel.

Parallel zu Aktionen wird ein Video gedreht

Abfahrt ist um 17 Uhr am Hausacher Pfarrheim, es werden Fahrgemeinschaften gebildet. Anmeldungen erfolgen bei Beate und Manfred Schoch unter Telefon 07831/63 85. Bis Samstag, 24. Juli, sind die Schochs aber erst ab 15 Uhr erreichbar.

Nicht nur die Mitfahrer, sondern auch die Fahrer sollen sich anmelden, damit es einen Überblick gibt, ob genügend Autos zur Verfügung stehen. Wer allein fahren möchte, soll um 19 Uhr direkt an die Ecke Herzenstraße/Schoferstraße kommen.

Jeder kann einen Stein mitbringen, gerne auch mit Edding beschriftet, der am Demo-Platz abgelegt wird. Die Steine werde nach der Demo wieder mit nach Hause genommen. (und auch wieder mitnehmen). Auch bei diesem Protest gelten die gültigen Hygienestandards.

Parallel zu den Aktionen gibt es eine You-Tube Aktion, für die Mirjam Fuchs und Nicole Oeser verantwortlich zeichnen. Gedreht hat das Video Stefan Hättich gedreht.

Der Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Christoph Nobs Gottesdienstes ist für Sonntag, 25. Juli, um 10.15 Uhr geplant. Bei gutem Wetter findet er auf dem Klosterplatz in Hausach als Open Air-Gottesdienst statt. Bei Regenwetter wird in der Kirche Johannes der Täufer in Hornberg ausgewichen. Den Gottesdienst gestaltet Pfarrer Christoph Nobs zusammen mit einer Bläsergruppe der Stadtmusik, einer Schola der beiden Kirchenchöre Hausach und Niederwasser sowie dem Astragalos-Chor. Für Sitzgelegenheiten zum Open Air-Gottesdienst ist gesorgt. Wer mag, kann zusätzlich Klappstühle und Hocker mitbringen. In Hornberg wird dies nicht nötig sein. Im Anschluss an den Gottesdienst sind kurze Reden zum Abschied geplant. . Es wird darum gebeten, dass alle rechtzeitig kommen und auch ihre Daten (Name, Telefonnummer) hinterlassen. Eine Maske ist mitzubringen, der Abstand einzuhalten.

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