Plötzlich im Abstiegskampf Die Neuried-SG kämpft um den Klassenerhalt

Felix Gieger
Die SG Ichenheim/Altenheim (links) muss im Saisonfinale genauso um den Klassenerhalt zittern wie der SC Lahr II. Foto: Künstle

Nach einer starken Hinrunde mit Platz sechs zur Winterpause ist die SG Ichenheim/Altenheim vier Spiele vor Saisonende wieder im Abstiegskampf. Das weiß auch Trainer Christian Thau, der die Situation mit seinem Team annehmen will.

Nun ist das eingetreten, wovor Trainer Christian Thau schon vor einigen Wochen gewarnt hatte. Die SG Ichenheim/Altenheim – zur Winterpause noch auf Platz sechs der Bezirksliga – steckt wieder komplett im Abstiegskampf drin. Nur noch zwei Punkte beträgt der Vorsprung der Neurieder auf das Trio Oberschopfheim, SC Lahr II und Unterharmersbach. Die Situation sei dementsprechend "natürlich angespannt", will Thau auch gar nicht lange um den Brei herumreden. "Es sieht momentan doch so aus, als dass wir in einem Abstiegsstrudel drin sind", sagt der Trainer.

Der letzte SG-Sieg ist schon eine Weile her

Mehrere Wochen hat sein Team nicht mehr gewonnen, die gute Platzierung aus der Hinrunde ist längst passé, das Ziel "einstelliger Tabellenplatz" wurde zu den Akten gelegt. Von nun an geht es für die Spielgemeinschaft, die in der neuen Saison bekanntlich als FC Neuried an den Start gehen will, nur noch um den Klassenerhalt. "Die 40 Punkte müssen wir dafür holen", sagt Thau. Fehlen also noch sechs, mit dem VfR Elgersweier kommt am Sonntag der Tabellenvierte ins Ried.

Die Gründe für den Abwärtstrend sieht Thau zumindest teilweise in der schwierigen Personalsituation. "Zuletzt mussten mehrere angeschlagene Spieler bei uns spielen", sagt er. Und dazu kam oft auch fehlenden Spielglück. "Wir haben in der Rückrunde vielleicht dort, wo wir in der Hinrunde Glück hatten, jetzt ein bisschen mehr Pech", sagt Thau. Hadern möchte er jedoch nicht. "Wir müssen die Situation annehmen, wie sie ist", sagt er.

Nicht gerade gelegen kommt den Neuriedern, dass die Lahrer Reserve und der SV Oberschopfheim am Wochenende gegeneinander spielen – mindestens ein direkter Konkurrent aus dem Tabellenkeller wird also punkten. Für beide Teams ist es eine extrem wichtige Parte, denn vier (Lahr hat noch fünf ausstehende Spiele) Spieltage vor Schluss wird der Tabellenkeller immer enger. Noch nicht ganz klar ist allerdings die Zahl der Absteiger, diese hängt auch mit den oberen Ligen ab.

Und auch die Lage an der Tabellenspitze könnte einen Einfluss auf die Abstiegszone haben. Denn würde der Tabellenzweite der Bezirksliga über die Relegation aufsteigen, könnte es einen Absteiger weniger geben. Derzeit ist der SV Rust auf Relegationskurs, am Sonntag muss die Elf von Christian Saban zum SV Oberharmersbach. Durch den Sieg am Mittwoch hat der SVO (ein Spiel mehr) nur noch drei Punkte Rückstand auf die Ruster und könnte mit einem Sieg mit dem SVR gleichziehen. Andersherum würden die Ruster mit einem Sieg aber die Minimalchance auf die Meisterschaft am Leben erhalten – Platz zwei wäre mit einem Sieg im Topspiel zudem so gut wie sicher.

Das Ergebnis dieses Spiels wird daher sicherlich auch beim Spitzenreiter FSV Seelbach genau beobachtet werden. Denn mit einem Heimsieg beim Zeller FV und einer Niederlage der Ruster würde der Seelbacher Vorsprung auf neun Zähler anwachsen, der Titel wäre dann schon in greifbarer Nähe. Doch noch ist vieles im Konjunktiv, am Sonntagnachmittag wissen Teams und Fans mehr.

FV Sulz ist nach der Pause wieder aktiv

Nach zuletzt zwei Wochenenden ohne Einsatz, greifen am Sonntag auch die Sulzer Kicker wieder ins Geschehen ein. Mit zwei Spielen in der Hinterhand wäre für den FV Sulz sogar noch Platz drei drin, es wäre ein super Abschluss für den am Ende der Saison scheidenden Trainer Jan Herdrich. Doch soweit ist es noch nicht, am Sonntag startet für die Sulzer zudem die erste von zwei "englischen Wochen".

Beim abstiegsbedrohten FV Unterharmersbach sind die Gäste favorisiert, allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Corona-Zwangspause ausgewirkt hat. Zumindest aus der Ferne wird der FVS jedoch einiges an Unterstützung bekommen. Die Kellerkinder SC Lahr II und der SV Oberschopfheim werden den Sulzern wohl genauso die Daumen drücken, wie die mittlerweile wieder abstiegsgefährdete SG Ichenheim/Altenheim.

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