Pläne des Europa-Parks "Immer wieder sonntags" zieht nach Rulantica

Julia Göpfert
Auf Wiedersehen Europa-Park, hallo Rulantica: Wenn Stefan Mross ab 12. Juni "Immer wieder sonntags" moderiert, wird er dies nicht mehr vom Europa-Park, sondern vom Wasserparkgelände aus tun. Foto: von Ditfurth

Stefan Mross zieht um: Die Fernsehsendung "Immer wieder sonntags" wird in der neuen Saison nicht mehr aus dem Europa-Park, sondern com Wasserparkgelände aus gesendet werden. Entsprechende Pläne bestätigte der Europa-Park auf Nachfrage der LZ.

Rust - Wenn am 12. Juni die neue Saison von "Immer wieder sonntags" beginnt, wird Moderator Stefan Mross seine Gäste nicht mehr aus dem Europa-Park, sondern vom Wasserparkgelände aus begrüßen. Das geht aus den Unterlagen des Zweckverbands "Tourismus – Dienstleistungen – Freizeit Ringsheim/Rust" (ZVT) hervor. Dieser soll in seiner nächsten Verbandsversammlung am Mittwoch, 9. Februar, auch über die dritte Änderung des Bebauungsplanes "Wasserpark" beraten und beschließen. Bei dieser geht es unter anderem darum, dass der Sonderbau "Open-Air-Bühne mit Zuschauertribüne" für die Fernsehsendung "Immer wieder sonntags" auf das Wasserparkgelände verlegt werden soll, ist den Sitzungsunterlagen zu entnehmen.

Alter Bühnen-Standort ist in der Nähe der neuen Attraktion

"Ja, die kommenden Sendungen werden aus der neuen Location gesendet", bestätigt Parksprecherin Diana Reichle auf Nachfrage der Lahrer Zeitung. "Es war schon länger geplant, den ›Immer wieder sonntags‹-Standort neu zu definieren", antwortet sie auf die Frage nach dem Grund dafür.

Ob die bisherige Bühne für den neuen Standort angepasst oder gar neu konzipiert wird, darüber hält sich der Park noch bedeckt: "Zu gegebenem Zeitpunkt werden wir Sie gerne darüber informieren", hieß es dazu auf Nachfrage. Auch darüber, wohin genau auf dem Wasserparkgelände die Bühne umziehen wird, gibt der Park noch keine Auskunft.

Dass der Park die Bühne verlegt, ist eine Entscheidung, die zwar zunächst überrascht, aber nicht verwundert: Denn die Bühne liegt in dem Bereich, in dem die neue Achterbahn gebaut werden soll. Von drei weiteren Attraktionen in der Nähe hatte der Park bereits verkündet, dass sie in der kommenden Saison 2022 nicht mehr besucht werden können. Der Platz der Attraktionen Traumzeit-Dome und der "Flug des Ikarus" sollen für eine interne Erweiterung des Parks verwendet werden. Die Dschungel-Floßfahrt soll auch aufgrund von Rassismus-Vorwürfen ab 2022 komplett umgebaut werden und in Zukunft zum Themenbereich Österreich gehören (wir berichteten). Von daher ergibt es durchaus Sinn, dass für die neue Achterbahn auch die Bühne von "Immer wieder sonntags" umzieht.

80 Wohncontainer sollen temporär auf dem Gelände stehen

Wie bereits aus dem Ruster Gemeinderat bekannt wurde, wird es sich bei der neuen Achterbahn um einen "Big Dipper" von Mack Rides handeln. Auf sogenannten Magnetbeschleunigungsstrecken sollen die Züge bis zu 80 Stundenkilometer schnell und durch verschiedene Elemente gefahren werden. Die neue Achterbahn soll eine Schienenlänge von 1600 Metern haben und aufgrund ihrer Wendigkeit Richtungswechsel in einem engen Radius und waghalsige Fahrfiguren ermöglichen.

Die neue dritte Änderung des Bebauungsplans "Wasserpark" schließt neben dem Umzug der Bühne auch einen Bauantrag zur Errichtung von 80 temporären Wohncontainern als Behelfsbau auf dem Gelände des Wasserparks über einen Zeitraum von zwei Jahren mit ein. Beide Projekte wurden bereits in nichtöffentlicher Verbandsversammlung vorgestellt, ist dem Sitzungsplan zu entnehmen.

Zur Sendung

Die Fernsehsendung "Immer wieder sonntags" wird seit 1995 in den Sommermonaten live vom Gelände des Europa-Parks in Rust im Ersten übertragen. Nur 1999 wurde ein Jahr ausgesetzt. Produziert wird die Sendung von Kimmig Entertainment aus Oberkirch im Auftrag des SWR. Seit 2005 wird die Unterhaltungsshow vom Volksmusikstar Stefan Mross moderiert. Die neue Saison wird am 12. Juni starten und wie in den beiden Coronajahren 2020 und 2021 zwölf (statt sonst 16) Live-Termine umfassen.

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