Ottenheim "Von 0 auf 21" in acht Monaten

Der Weg ist das Ziel: 2008 sind 53 Teilnehmer der betreuten Laufaktion "Von 0 auf 21" den Halbmarathon in Karlsruhe mitgelaufen. Foto: privat

Ottenheim - Die Aktion "Von 0 auf 21" des Lauftreffs Ottenheim soll gerade Untrainierten zeigen, dass auch sie dazu fähig sind, einen Halbmarathon zu laufen. Organisator Norbert Weide erklärt wie das funktioniert.

 

21 Kilometer, eine Strecke, die vergleichbar mit dem Weg von Ottenheim nach Herbolzheim ist – und das zu Fuß. Für viele Menschen ist ein Halbmarathon eine unvorstellbare Leistung. "Jeder kann es schaffen, oftmals fehlt es lediglich an der richtigen Herangehensweise", erklärt Weide und stützt sich dabei auf die erfolgreichen Ergebnisse der Teilnehmer vor zehn Jahren.

Im Jahr 2008 wurde die betreute Laufaktion erstmals veranstaltet. "Wir hatten damals mit rund 30 Anmeldungen gerechnet, 70 waren es", sagt Weide. Den Halbmarathon in Karlsruhe – was auch damals schon das Ziel war – bewältigten davon 53 Läufer. "Trotz des riesigen Aufwands für uns Trainer – damals waren wir nur sieben – war es eine tolle Zeit", erinnert sich der Läufer, der neben seinem Beruf als Kriminaltechniker bei der Offenburger Polizei, als Triathlet auf der ganzen Welt unterwegs ist. In diesem Jahr haben die drei Organisatoren – Weide, Bino Mild und Sylvia Bing – den Trainingsplan für die kommenden acht Monate nochmals ausgefeilt: Mit zwölf Trainern werde den Teilnehmern ein intensives und individuelles Training ermöglicht. "Unter den ehrenamtlichen Helfern sind auch Menschen, die vor zehn Jahren selbst als Anfänger teilgenommen haben und danach dabeigeblieben sind. Der ein oder andere hat sogar schon bei einem Marathon mitgemacht", freut sich Weide.

Das große Geheimnis zum Erfolg? "Es geht um Beständigkeit", antwortet Weide. Oft müssten die Teilnehmer zu Beginn zurückgenommen werden – der Ehrgeiz sei zu groß. "Viele geben schon zu Beginn des Laufs Vollgas, da geht einem nach ein paar Kilometern die Puste aus – und dann wird es sehr unangenehm", erklärt er. Mit Beständigkeit meint Weide jedoch auch, dass das Training dreimal die Woche stattfinden sollte, ganz egal bei welchem Wetter, um die "21" im September schaffen zu können. "Wir laufen mittwochs und freitags gemeinsam, ein weiteres Training sollte jeder für sich noch zusätzlich einplanen – und einhalten."

Nach den Probeläufen werden die Teilnehmer in vier Gruppen – nach Leistungen – unterteilt. Mitmachen könne jeder, "gerade die ›Couch-Potatoes‹ sind willkommen". Wichtig sei den Trainern vor allem die Gesundheit der Teilnehmer. Jemand mit Herz-Rhythmus-Störungen oder anderen Beschwerden, mit denen körperliche Anstrengung zur Gefahr werden könne, sollte darauf verzichten, rät der Laufexperte.

In den acht Monaten stehen vor dem Halbmarathon, zwei weitere Wettkämpfe auf dem Plan: Der "Lauf in den Mai" in Ottenheim sowie der "Sonnwendlauf" in Seelbach. "Die beiden Läufe vor dem Halbmarathon sind wichtig, da sie die Teilnehmer in Wettkampfsituationen bringen", sagt Weide. Gerade Anfänger müssten lernen, trotz anfeuernden Zuschauern und Mitstreitern, die einem vor der Nase davon laufen, das eigene Tempo zu halten.

Die Teilnahmegebühren belaufen sich auf 20 Euro. Die Läufer müssen zu dieser Zeit aus versicherungstechnischen Gründen im TuS Ottenheim Mitglied sein – für Nichtmitglieder komme somit ein einmaliger Betrag von 40 Euro hinzu. Im Preis sind unter anderem die Meldekosten für die drei Wettkampfläufe sowie die Busfahrt nach Karlsruhe enthalten.

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