Ottenheim Scheune geht in Flammen auf

Eine riesige Rauchwolke zog sich über Ottenheim. Grund dafür war ein Brand einer Scheune in der Rheinstraße. Die Halle wurde ebenso wie die Photovoltaikanlage auf dem Dach vollkommen zerstört. Foto: kamera24 Foto: Lahrer Zeitung

Einen langen, kräftezehrenden Einsatz hat die Feuerwehr Schwanau am Freitag in Ottenheim zu bewältigen: Ein Heuschober mit etwa 300 Rundballen ist in Brand geraten. Von Brandstiftung geht die Polizei nicht aus.

Ottenheim. Die Feuerwehr Schwanau ist am Freitagmorgen gegen 7.35 Uhr in die Rheinstraße nach Ottenheim gerufen worden. Grund hierfür war ein Großbrand einer Scheune. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte sei bereits dichter Rauch aus dem 500 Quadratmeter großen offenen Heuschober gedrungen. "Ein großes Problem stellte zu Beginn die Wasserversorgung dar", berichtete der Einsatzleiter der Feuerwehr, Bernd Leppert.

Photovoltaikanlage ist ebenfalls komplett zerstört worden

Der Einsatz gliederte sich, nachdem um 9.30 Uhr das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war, in mehrere Bereiche: Zum einen waren die zahlreichen Einsatzkräfte damit beschäftigt, die 300 Strohballen mit Traktoren aus dem Stall hinaus aufs freie Feld zu fahren und dort abzulöschen. Zum anderen musste darauf geachtet werden, dass die Photovoltaikanlage, die sich auf der Scheune befand, nicht herunterstürzt und jemand verletzt wird. "Auch sie wurde, wie die gesamte Halle, zerstört", sagte Leppert.

An dem gelagerten Futtermittel entstand ersten Schätzungen zu Folge ein Schaden von rund 25 000 Euro. An dem Gebäude verursachte das Feuer einen Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich, der jedoch noch nicht abschließend geschätzt werden kann, so die Polizei in einer Meldung.

Im Einsatz waren 65 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit insgesamt 13 Fahrzeugen. "Vor allem die hohen Temperaturen machen den Einsatz extrem aufwendig und kräftezehrend", sagte Leppert. So habe ein Feuerwehrmann in der Anfangsphase einen Kreislaufkollaps erlitten und musste vom Rettungsdienst behandelt werden. Neben den Feuerwehrmännern waren am Freitag insgemsamt 17 Einsatzkräfte des DRK Schwanau-Meißenheim vor Ort sowie vier Einsatzkräfte der Polizei.

Nach der gemeinsamen Untersuchung des Brandorts durch die Schwanauer Polizei und Kollegen der Kriminaltechnik, wird derzeit die Brandursache in einer Selbstentzündung des gelagerten Heus gesehen. "Hinweise auf eine Brandstiftung liegen momentan nicht vor", heißt es seitens der Polizei.

Die Einsatzkräfte waren den gesamten Tag über mit den Löscharbeiten beschäftigt. Wie lange es noch andauert, war bis Redaktionsschluss noch nicht klar.

Erst im Mai 2016 war bei dem gleichen Landwirt eine 1600 Quadratmeter große Stallung für rund 50 Rinder abgebrannt. Die überwigende Anzahl der Tiere konnte gerettet werden, mehrere Rinder kamen damals jedoch ums Leben. Die Stallung ist komplett zerstört worden. Damals waren die Feuerwehren aus Lahr, Neuried und Schwanau mit 78 Mann im Einsatz. Auch dieser Brand wurde von der Polizei auf Hunderttausende Euro beziffert.

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