Ottenheim Heim trifft mit dem Schlusspfiff zum Derbysieg

Bastian Thielecke war dreimal (am Ball) für den TuS Ottenheim im Derby gegen Schuttern erfolgreich. Foto: Wendling

In einem echten Derby-Krimi, inklusive entscheidendem Tor in der Schlusssekunde, hat der TuS Ottenheim den TuS Schuttern mit 27:26 besiegt. Im Aufstiegsrennen blieb die HSG Ortenau Süd durch ein knappes 32:29 in Oppenau.

(lb). TuS Ottenheim – TuS Schuttern 27:26 (13:10). Schutterns Fans singen, Ottenheim holt den Derby-Sieg, wenn auch am Ende mit viel Fortune. Dabei versäumte es Ottenheim immer wieder das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Spielerisch bot die Partie zwar keinen Leckerbissen, dafür aber um so mehr Spannung. Das lag zum Einen am Kampfeswillen der Schutterner, die sich trotz Rückstände nicht aufgaben, vielmehr aber an den Hausherren, die vor allem im zweiten Durchgang reichlich indisponiert agierten. "In der ersten Halbzeit standen wir gut in der Abwehr, dass Schuttern seine Tore machen wird war klar", bescheinigte Ottenheims Trainer Daniel Hasemann den ersten 30 Minuten noch einen normalen Spielverlauf, nach dem Wechsel gab es einiges zu bemängeln: "Unser Überzahlspiel war schlimm". Seine Jungs hielten sich nicht an die Vorgaben und konnten kaum Nutzen aus diesen Phasen ziehen. Zwar setzten sich die Gastgeber kurzzeitig ab (20:15), dann aber begannen die kleinen Florian-Kopf-Festspiele bei Schuttern. Binnen zehn Minuten erzielte er fünf Treffer und glich zum 20:20 aus. Ottenheim ließ ihn dabei schalten und walten, zwei verworfene 7-Meter taten ihr übriges. Die Hasemann-Sieben fing sich kurzzeitig und legte wieder zum 24:20 in der 53. Minute nach. Doch wieder brachte Ottenheim den Gast durch eigene Unzulänglichkeiten zurück in die Partie. Zwei Fehlwürfe, ein technischer Fehler und wieder glich Kopf zum 25:25 aus. Ottenheims bester Werfer David Heim legte wieder vor (59.). Als Gästespieler Nico Eble das 26:26 markierte und nur noch sieben Sekunden auf der Uhr standen, sah es nach einer Punkteteilung aus, doch Ottenheims David Heim versenkte mit der Schlusssirene den Ball im Gäste-Tor: "Ein Punkt wäre verdient gewesen", bekannte Schutterns Trainer Axel Schmidt, der mit der kämpferischen Vorstellung trotz der Niederlage zufrieden sein konnte, auch wenn spielerisch nicht alles gepasst hatte, "zum Spielbeginn hatten wir vielleicht zu viel Respekt, am Ende fehlte das Quentschen Glück".

Ottenheim: Bertsch, Rauer; Alvarez, Schnak 2, Métier 5, Bing 1, Jund , Thielecke 3, Hügel 1, Heim 7, Oberle 1, Schneckenburger 4/1, Ehret 2, Frenk 1. Schuttern: Silberer, Wendlinger, Krug 1, Kopf 10/4, John, Gambert 3, Beck 1, Lischke 3, Nienstedt, Krajnc, Dittrich 1, Eble 6, Wendlinger, Gündogdu 1.

(red/näg). TG Altdorf - TuS Großweier 26:27. Trotz einer bitteren 26:27 Niederlage gegen den TuS Großweier kann die TGA erhobenen Hauptes vom Platz gehen, denn sie hat endlich wieder einmal Moral gezeigt. Die Hausherren gingen schwer motiviert in die Partie und konnten sich, auch dank eines gut aufgelegten Mathias Klein im Tor, einen knappen Vorsprung herausspielen. Obwohl der TGA immer wieder Fehler unterliefen, konnte sie ihre Führung behaupten und mit dem Pausenpfiff gelang Jens Bauer noch ein Treffer. Nach Wiederanpfiff taten sich beide Teams zunächst schwerer. Altdorf witterte die Chance auf einen Erfolg und Großweier wollte die Punkte natürlich nicht hergeben.

In der spielentscheidenden Phase war die TGA jedoch zu unkonzentriert im Abschluss: Vier Pfostentreffer in Serie und dazu zwei vergebene Siebenmeter in der zweiten Hälfte sollten sich rächen. Großweier nutzte diese Schwäche und glich zunächst aus, bevor die Gäste selbst in Führung gingen - und diese bis zum Schluss nicht mehr abgeben sollten. Altdorf warf zwar noch einmal alles in die Waagschale, stand aber nach dem Schlusspfiff dennoch mit leeren Händen da.

(tom). HTV Meißenheim – TS Ottersweier 27:26 (12:12). Als hart erkämpfte Aufgabe erwies sich der Meißenheimer Heimsieg gegen Ottersweier. Bis zum Schluss musste der Riedverein am Ball bleiben, um gegen die trotz Verletzungsproblemen gleichwertigen Gäste die Oberhand zu behalten. "Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem auf beiden Seiten die Abwehrreihen und Torhüter im Mittelpunkt standen", sagte Co-Trainer Nico Vollmer nach dem Spiel. Er nahm auf der Bank diesmal die leitende Funktion ein, da sich Frank Ehrhardt im Kurzurlaub befand. "In der Hinrunde hätten wir die Begegnung sicher verloren. Aber die Jungs sind cool geblieben, am Gegner dran und haben die Situation in der Folge sehr gut aufgelöst", fand Nico Vollmer. So entwickelte sich eine ungebrochen spannende Begegnung, in deren Endphase Meißenheims Torhüter Kevin Wilhelm zunehmend in den Mittelpunkt rückte. In den intensiven Schlussminuten hielt er einen wichtigen Siebenmeter nebst mehrerer weiterer wichtiger Bälle. "Er hat uns heute mehrfach im Rennen gehalten, war sicher ein Garant für unseren Erfolg", sparte Vollmer nicht mit einem Sonderlob für den jungen Schlussmann. Am Ende gaben Kleinigkeiten den Ausschlag zugunsten der Gastgeber. "Der Sieg war ein Mannschaftserfolg, die Jungs wollten ihn ein wenig mehr als der Gegner. Es war knapp und hart erkämpft, von einem glücklichen Resultat würde ich aber nicht sprechen wollen", so Vollmer.

TuS Oppenau - HSG Ortenau Süd 32:29 (12:12). Durch einen denkbar knappen 32:29-Erfolg beim Kellerkind Oppenau hat der Spitzenreiter den Platz an der Sonne erfolgreich verteidigen können. Während beide Abwehrreihen häufig anscheinend gedanklich draußen auf der Wiese waren, machte die HSG ihre Sache im Angriff wie so oft in dieser Spielzeit sehr gut. Durch den etwas glücklichen 28:27-Auswärtszittersieg des Konkurrenten im Auftstiegskampf, des SV Ohlsbach, beim Vorletzten aus Muggensturm/Kuppenheim, haben sich die Vorzeichen im engen Aufstiegsrennen allerdings nicht wirklich verändert. Die HSg führt die Liga mit einem Punkt Vorsprung auf Ohlsbach an.

HSG Ortenau Süd: Richini, Betzler 2, Fimm 6, Herzog 1, Peter 5, Schilli, Bolz 5, B. Ruf 2, Glatz 1, Göpper 8, Wilhelm 5, S. Ruf.

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