Ottenheim Charakterfrage beim TuS Ottenheim

Eric Schnak hat mit dem TuS Ottenheim gegen Kellerkind Oppenau zwei Punkte fest im Blick. Foto: Heck

Der TuS Schuttern möchte am Samstag dem Aufstiegskandidaten aus Ohlsbach ein Bein stellen. Profitieren von einer Niederlage des Verfolgers würde der Tabellenführer, die HSG Ortenau Süd, die ihrerseits gegen einen Absteiger gefordert ist.

(tom). HTV Meißenheim – TV Sandweier/Baden-Baden II (Samstag, 20 Uhr). Aus Sicht des HTV Meißenheim (Platz fünf, 26:20 Punkte) reichte es jüngst nicht ganz, Primus HSG Ortenau Süd zu besiegen. Dennoch sollen in den ausstehenden drei Begegnungen noch einige Punkte her für den Riedverein. Zum Beispiel schon am Samstag in der heimischen HTV-Arena gegen die Oberliga-Reserve des TV Sandweier/Baden-Baden (Platz zehn, 20:26 Punkte). "Im Hinspiel haben wir eine unserer schlechtesten Leistungen in der gesamten Runde abgeliefert. Das Positive war, dass danach eine deutliche Steigerung eintrat, die Rückrunde sich sehr erfreulich entwickelt hat", so HTV-Trainer Frank Ehrhardt. Der Gegner sei – wie bei Reservemannschaften zumeist feststellbar sei - mit vielen Fragezeichen zu betrachten. Dessen ungeachtet bestehe die Zielsetzung, in eigener Halle eine Leistungssteigerung zu zeigen und die Punkte möglichst im Ried zu behalten. "Gerade die Einstellung muss, anders als im Hinspiel geschehen, stimmen. Dann ist ein weiteres Erfolgserlebnis möglich", ist Ehrhardt sicher. Ins Spiel gehen können die Gastgeber mit demselben Kader wie in der Vorwoche.

(lb). TuS Oppenau - TuS Ottenheim (Sonntag, 17 Uhr). Der Viertletzte braucht jeden Punkt, um dem Relegationsplatz zu umgehen. Den hat Oppenau erst am vergangenen Wochenende durch einen knappen Sieg in Kehl an die Turnerschaft abgegeben. "Das waren natürlich Big-Points, Oppenau wird gestärkt ins Spiel gehen", schätzt Ottenheims Trainer Daniel Hasemann die Stimmungslage beim Gastgeber ein und weiß, dass der Gegner alles für einen Sieg reinlegen wird. Er warnt die Hausherren ob ihres Tabellenplatzes zu unterschätzen, "die sind besser als sie stehen". Oppenaus Ergebnisse bestätigen, dass die Renchtäler oft nur knapp am Punktgewinn scheiterten, wie beim engen 29:31 gegen den Tabellenprimus, der HSG Ortenau. Auch Ottenheim bekam die Stärke im Hinspiel zu spüren und musste sich in eigener Halle klar geschlagen geben. Schon darum will die Ried-Sieben einen Sieg einfahren, auch wenn es für den TuS um nichts mehr geht. "Das wird für uns eine Charakterfrage, wie wir das Spiel angehen", sagt der Ottenheimer Coach Hasemann, der davon ausgeht, dass in der Halle eine heiße Stimmung herrschen wird und fordert deshalb von seinen Jungs, "wir müssen den Kampf und die Emotionen annehmen, damit wir uns hinterher nichts vorwerfen lassen müssen". Zu verlieren hat Ottenheim nichts, nun muss Ottenheim zeigen, dass es den Schalter umlegen kann.

(smü). SG Muggensturm/Kuppenheim – HSG Ortenau Süd (Sonntag, 17 Uhr). Aus Sicht der Tabelle sollte es eine klare Sache für den Titelanwärter sein. Doch dieser ist auch gewarnt, denn die SG bot vor zwei Wochen Ohlsbach Paroli und schrammte bei der 27:28-Niederlage knapp an einer Überraschung vorbei. Auch kann der Gastgeber ohne jeglichen Druck aufspielen, da man sich nicht mehr aus der Abstiegszone spielen kann. Die HSG konnte am letzten Wochenende im Lokalderby gegen Meißenheim einen wichtigen Sieg einfahren, zeigte sich aber spielerisch nicht von ihrer besten Seite. HSG-Trainer Mirko Reith erwartet deshalb am Sonntagnachmittag die entsprechende Leistung und Einstellung seiner Jungs.

(red/eb). TuS Schuttern - SV Ohlsbach (Samstag, 20 Uhr). Nach vier Auswärtspartien in Folge ist der TuS heiß auf sein vorletztes Heimspiel in der Offohalle. Gegner wird kein Geringerer als der derzeitige Tabellenzweite aus Ohlsbach sein. Das Team von Christian Lang ist seit neun Partien ungeschlagen und will sich sicherlich mit einem Erfolg an der Schutter die Option auf ein Endspiel um Platz eins am kommenden Wochenende gegen die HSG Ortenau Süd offen halten. Leicht werden es die Jungs von Axel Schmidt dem SV allerdings nicht machen. Bereits in Hinspiel bot der TuS mit einem dezimierten Kader dem haushohen Favoriten die Stirn und siegte in Ohlsbach nach tollem Kampf mit 25:22 Toren. Um diesen Coup zu wiederholen, muß jedoch einiges stimmen. "Die zuletzt gezeigten Leistungen werden wohl kaum ausreichen, um Ohlsbach gefährlich zu werden. Die Jungs müssen zu ihren Tugenden, besonders der geschlossenen Mannschaftsleistung, zurückkehren und alle müssen den Erfolg wollen. Dann ist alles möglich". So der Tenor beim derzeitigen Tabellenachten. Mit der Rückkehr von Florian Kopf und Henk de Weijer stehen Axel Schmidt Optionen zur Verfügung, die auf einen spannenden Spielverlauf hoffen lassen.

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