Orschweier Die BSC-Trainer starten ein Experiment

Schwere Aufgabe für Axel Siefert (rechts) und Dennis Bührer: In nicht einmal zwei Wochen muss das BSC-Trainerteam seine Mannschaft fit für den Re-Start bekommen. Archivfoto: Künstle Foto: Lahrer Zeitung

(fg). Bei Spielern ist er nicht gerade beliebt, für Trainer bringt er jedoch wichtige Erkenntnisse: der Leistungstest zum Trainingsstart. Für die Regionalliga-Kicker des Bahlinger SC war es am Dienstag soweit. Nach mehr als einem Monat des individuellen Trainings wurde am Kaiserstuhl wieder im Team trainiert. "Wir haben endlich das erste offizielle Profi-Training geleitet", erzählte Axel Siefert, der gemeinsam mit Dennis Bührer den Regionalligisten coacht.

Die Liga ist uneinig wie wohl noch nie zuvor

Zum Hintergrund: Die Landesregierungen der Bundesländer Baden-Württemberg, Saarland, Hessen und seit neustem auch Rheinland-Pfalz zählen die vierte Liga zum Profisport, daher bereitet sich der BSC seit Dienstag auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 12. Dezember vor. Dass es wieder losgeht, versteht man in Bahlingen jedoch nicht, Anfang der Woche hatte der Vorstandsvorsitzende Dieter Bühler seinem Unmut darüber in einem offenen Brief Luft gemacht. Andere Vereine äußerten sich ähnlich, Bayern Alzenau warf Funktionären der Re-Start-Befürworter gar Egoismus vor.

Doch ändern können es die Kaiserstühler nicht, daher bereiten Siefert und Bührer ihre Elf nun auf drei Spiele innerhalb von sieben Tagen vor. "Wir machen schon ein bisschen ein Experiment", ist Siefert offen. Denn die Wochen vor der Weihnachtspause wird hart trainiert, um bestmöglich fit zu werden. Ob das gelingen wird, kann auch Siefert noch nicht sagen.

Auch hier zeigt sich wieder die Diskrepanz in der Liga, die seit dem Spielstopp Anfang November für heftige Diskussionen sorgt. Während die Spieler in Profi-Clubs sich nur auf Fußball – und auch auf die Regeneration – konzentrieren können, müssen die Amateurkicker des Bahlinger SC tagsüber arbeiten und abends trainieren. "Da sind Profi-Vereine leicht im Vorteil", glaubt Siefert.

Drei Spiele in sieben Tagen vor Weihnachten

Doch auch in Bahlingen will man alles versuchen, um in den drei Spielen vor Weihnachten zu punkten. Neben den Trainingseinheiten steht am Samstag um 14 Uhr ein Testspiel gegen den Namensvetter TSG Balingen an – natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Anschließend bleibt noch eine Woche Zeit, ehe es am 12. Dezember in der Liga bei der Bundesliga-Reserve des FSV Mainz 05 wieder um Punkte geht. Es folgt eine Englische Woche (Heimspiel gegen Elversberg), ehe am 19. Dezember in Pirmasens das letzte Spiel des Jahres ansteht. Vor jedem dieser Spiele müssen sich alle Spieler und Betreuer einem Corona-Schnelltest unterziehen – die Kosten tragen die Vereine.

Ähnlich wie die Bahlinger sieht es auch der Testspiel-Gegner. Auf der Schwäbischen Alb hatte man sich für eine vorzeitige Winterpause ausgesprochen und steht dem Re-Start Mitte Dezember kritisch gegenüber. Gleichzeitig will man sich aber bestmöglich auf die anstehenden Spiele vorbereiten. Wie weit die beiden Mannschaften in Sachen Fitness und Taktik nach einem Monat Pause schon sind, wird sich wohl am Samstagmittag zeigen.

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